Kai Wegner entschuldigt sich für Krisenmanagement nach Berliner Stromausfall 2026
Emil LangeKai Wegner entschuldigt sich für Krisenmanagement nach Berliner Stromausfall 2026
Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner hat sich für sein Krisenmanagement nach dem großen Stromausfall im Januar 2026 entschuldigt. Der Blackout, ausgelöst durch einen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke, hatte 45.000 Haushalte und mehr als 2.200 Unternehmen vier Tage lang ohne Strom zurückgelassen. Wegner sprach vor dem Abgeordnetenhaus, nachdem er wegen seiner Reaktion auf den Notfall in die Kritik geraten war.
Der Stromausfall begann am 3. Januar, als ein Brandanschlag eine wichtige Kabelbrücke im Südwesten Berlins beschädigte. Schon am nächsten Morgen, um 8:07 Uhr, erhielt Wegner zu Hause eine dringende Nachricht vom Innensenator. Den Großteil des Tages verbrachte er dort – unterbrochen nur von einer kurzen Stunde für Sport.
Noch mittags blieb die Lage unklar. Um 12:07 Uhr teilte ihm der Wirtschaftssenator mit, dass die Dauer der Stromwiederherstellung weiterhin unbekannt sei. Vierzig Minuten später berieten die beiden über den anhaltenden Blackout. Unterdessen warnte Stromnetz Berlin um 14:30 Uhr, dass die Reparaturen bis Donnerstag dauern könnten – die Krise drohte sich damit über Tage hinzuziehen.
Wegner koordinierte die Zusammenarbeit mit den Bezirken, Hilfsorganisationen, Stromnetz Berlin, Polizei, Feuerwehr und der Bundeswehr. Trotz anfänglicher Befürchtungen endete der Stromausfall schließlich eineinhalb Tage früher als befürchtet. Die Ermittlungen zum Anschlag wurden fortgesetzt, doch weitere Details zu den Notfallmaßnahmen wurden nicht veröffentlicht.
Mitten in der Krise verließ Wegner Berlin kurzzeitig, um an der Konferenz der Ost-Ministerpräsidenten teilzunehmen. Später brach er seine Teilnahme ab, kehrte zurück und sprach vor dem Abgeordnetenhaus – dort entschuldigte er sich öffentlich.
Der Stromausfall dauerte vier Tage, kürzer als zunächst befürchtet, dank der gemeinsamen Wiederaufbau-Bemühungen. Wegners Entschuldigung folgte auf Kritik an seiner Fernsteuerung der Krise. Die Behörden bestätigten den Brandanschlag als Ursache, gaben jedoch keine Updates zu den laufenden polizeilichen Ermittlungen.






