Kakaopreise brechen ein – doch Schokolade bleibt unverändert teuer
Kakaopreise stürzen ab – doch Schokolade bleibt teuer
Seit Ende 2024 sind die Kakaopreise drastisch gefallen und liegen mittlerweile über 70 Prozent unter ihrem Höchststand. Dennoch warten Verbraucher vergeblich auf günstigere Schokolade – mit Preissenkungen ist frühestens Ende 2026 zu rechnen. Die Verzögerung kommt, obwohl die Produktion wieder angestiegen ist und sich die globalen Handelsströme verschoben haben.
Der starke Preisverfall bei Kakao setzte Ende 2024 ein, angetrieben durch eine gestiegene Produktion und Anpassungen in der Branche. Seither haben sich die weltweiten Handelsmuster verändert: Europa importiert mehr Kakao aus großen Produzentenländern wie der Elfenbeinküste und Ghana. Diese Länder haben ihre Exportmengen erhöht, obwohl die Preise pro Tonne gesunken sind.
Bisher spüren Verbraucher jedoch keine Entlastung bei den Schokoladenpreisen. Selbst Ostern, ein wichtiger Umsatzzeitpunkt für Schokolade, bleibt unbeeinflusst – etwa 90 Prozent der Geschenkkörbe enthalten nach wie vor die Süßigkeit. Allein in den USA sollen die Ausgaben für Osterleckereien in diesem Jahr bei rund 3,3 Millionen Dollar liegen.
Experten zufolge könnten Preissenkungen für Verbraucher frühestens Ende 2026 eintreten – möglicherweise erst um Halloween. Bis dahin wird die Schere zwischen Rohstoffkosten und Einzelhandelspreisen bestehen bleiben.
Der Preisverfall bei Kakao hat zwar den Handel umgestaltet, doch im Supermarktregal ist davon noch nichts zu spüren. Während Produzenten in Westafrika ihre Exporte steigern, zahlen Verbraucher weiterhin dieselben Preise für Schokolade. Rabatte könnten noch fast zwei Jahre auf sich warten lassen.






