27 April 2026, 22:33

Kanada startet 25-Milliarden-Fonds für Industrieprojekte – doch Kritik bleibt laut

Whiteboard mit einer handgezeichneten Karte von Kanada, beschriftet mit "Ressourcen" und "Mögliche Kanada", mit einem Kaffeebecher in der rechten oberen Ecke.

Kanada startet 25-Milliarden-Fonds für Industrieprojekte – doch Kritik bleibt laut

Die kanadische Bundesregierung hat einen neuen staatlichen Investitionsfonds ins Leben gerufen, um große Industrieprojekte in Kanada zu fördern. Mit einem Stiftungsvermögen von 25 Milliarden Kanadischen Dollar soll der Fonds Investitionen in verschiedenen Sektoren ankurbeln. Saskatchewans Premierminister Scott Moe begrüßt die Initiative – allerdings mit Vorbehalten.

Ottawas Fonds zielt auf großangelegte Industrievorhaben ab und bietet landesweit finanzielle Unterstützung für Schlüsselprojekte. Die Regierung sieht sich jedoch weiterhin mit Haushaltsproblemen konfrontiert: In den kommenden fünf Jahren werden Defizite von über 50 Milliarden Dollar erwartet.

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Moe setzt sich seit Langem für einen eigenen staatlichen Investitionsfonds in Saskatchewan ein. Doch aktuelle Haushaltsdefizite der Provinz haben diese Pläne vorerst auf Eis gelegt. Zwar begrüßt er den Schritt der Bundesregierung, betont aber, dass der Fonds auf wirtschaftlichem Wachstum und nicht auf Kreditaufnahmen basieren sollte, um Erträge zu erzielen.

Der Premierminister argumentiert zudem, dass eine Lockerung der Umweltauflagen der Wirtschaft stärker nutzen würde als der Fonds allein. Er fordert die Abschaffung des bundesweiten Prüfverfahrens für Umweltauswirkungen sowie eine überarbeitete Regelung zur CO₂-Bepreisung für die Industrie. Moe zufolge würden solche Änderungen ein größeres wirtschaftliches Potenzial freisetzen als finanzielle Impulse durch den neuen Fonds.

Der 25-Milliarden-Fonds stellt einen wichtigen Schritt in der industriellen Strategie der Bundesregierung dar. Sein Erfolg hängt jedoch von der weiteren Wirtschaftspolitik ab. Angesichts der drohenden Defizite Ottawas bleibt die langfristige Wirkung des Fonds an fiskalpolitische Entscheidungen und regulatorische Anpassungen geknüpft. Saskatchewans eigene Pläne für einen ähnlichen Fonds liegen vorerst auf Eis.

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