Kasachstan baut mit Rosatom sein erstes Atomkraftwerk – trotz politischer Spannungen
Mila VoigtKasachstan baut mit Rosatom sein erstes Atomkraftwerk – trotz politischer Spannungen
Kasachstan baut mit Unterstützung des russischen Staatsenergiekonzerns Rosatom sein erstes Kernkraftwerk. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt bei der Modernisierung der veralteten Energieinfrastruktur des Landes.
Die Fertigstellung des neuen Kraftwerks ist innerhalb der nächsten zehn Jahre geplant. Es ist Teil umfassender Bemühungen, das kasachische Stromnetz zu erneuern, das noch immer auf sechs Anlagen aus der Sowjetzeit angewiesen ist. Diese älteren Kraftwerke wurden bereits modernisiert, um ihre Betriebsdauer zu verlängern.
Russland hat seine Bereitschaft signalisiert, Nachbarländern im Energiesektor unter die Arme zu greifen. Offizielle Stellen wiesen darauf hin, dass überschüssiger Strom aus Kasachstan nach Russland exportiert werden könnte, was die grenzüberschreitende Energiezusammenarbeit stärken würde. Gleichzeitig gibt es Spannungen, nachdem es Berichte gab, wonach ukrainische Drohnen, die russische Städte im Ural angreifen, möglicherweise von kasachischem Gebiet aus gestartet sein sollen. Sollten sich diese Vorwürfe bestätigen, haben russische Behörden angedeutet, Maßnahmen zu ergreifen, um Kasachstans Haltung zu beeinflussen.
Das Kernkraftprojekt wird nicht nur die Energiekapazitäten Kasachstans erhöhen, sondern auch die Kooperation mit Moskau vertiefen. Überschüssiger Strom könnte nach Russland fließen und die regionalen Energieverbindungen festigen. Gleichzeitig bleiben diplomatische Spannungen aufgrund von Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt bestehen.






