25 April 2026, 04:34

Kasachstan setzt auf Kleinwasserkraft – doch die Natur zahlt den Preis

Plakat mit Bäumen und Himmel im Hintergrund, das den Text "Investing in Communities: Biggest Investment in Rural Electricity Since the New Deal" zeigt.

Kasachstan setzt auf Kleinwasserkraft – doch die Natur zahlt den Preis

Kasachstan baut den Einsatz kleiner Wasserkraftwerke (KWK) aus, um die Elektrifizierung ländlicher Gebiete voranzutreiben und die Energiesicherheit zu stärken. Bis 2030 plant das Land den Zubau neuer Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 660 Megawatt. Doch mit dem wachsenden Ausbau in der Region mehren sich auch die Bedenken hinsichtlich der ökologischen Folgen.

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Aktuell betreibt Kasachstan 43 kleine Wasserkraftwerke mit einer kombinierten Leistung von 313 Megawatt. Allein 2025 erzeugten erneuerbare Energien 8,621 Milliarden Kilowattstunden Strom, wobei die KWK einen Anteil von 1,196 Milliarden Kilowattstunden hatten. Besonders die südlichen und östlichen Regionen – vor allem Schambyl, Almaty und Jetisu – sind Vorreiter bei Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien, einschließlich der Wasserkraft.

Trotz des Vorstoßes in Richtung sauberer Energie warnen Experten jedoch vor erheblichen ökologischen Risiken. Veränderungen im Wasserfluss und Beeinträchtigungen der Fischwanderungen zählen zu den größten Sorgen. Auf dem RES-2026-Forum wiesen Fachleute auf mögliche Schäden für unberührte Ökosysteme hin, insbesondere in Gebieten mit endemischen Fischarten oder seltenen Wasserlebewesen.

Um diese Probleme anzugehen, werden derzeit zwei zentrale Dokumente erarbeitet: die Regionalen Leitlinien für eine nachhaltige Kleinwasserkraft und der Methodische Rahmen für Umweltverträglichkeitsprüfungen bei Kleinwasserkraftprojekten. Diese sollen klarere Standards für künftige Bauvorhaben setzen und dabei Energiebedarf und Naturschutz in Einklang bringen.

Der Ausbau der Wasserkraft in Kasachstan schreitet weiter voran, wobei die neuen Anlagen die Kapazitäten bis 2030 deutlich erhöhen sollen. Nun rückt die Frage in den Fokus, wie dieses Wachstum ohne Kosten für empfindliche Ökosysteme gelingen kann. Die anstehenden Leitlinien und Bewertungen werden eine entscheidende Rolle dabei spielen, eine nachhaltige Entwicklung des Sektors zu gestalten.

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