24 March 2026, 10:36

Kernkraftwerk Gösgen bleibt monatelang abgeschaltet – Kanton Solothurn leidet unter Millionenverlusten

Diagramm eines Kernkraftwerks mit einem Haus, Turm und Wasser im Hintergrund, begleitet von erklärendem Text.

Kernkraftwerk Gösgen bleibt monatelang abgeschaltet – Kanton Solothurn leidet unter Millionenverlusten

Kernkraftwerk Gösgen in Däniken bleibt seit Ende Mai 2025 vom Netz

Das Kernkraftwerk Gösgen in Däniken, Kanton Solothurn, ist seit Ende Mai 2025 abgeschaltet. Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit dem Speisewassersystem führten zu der verlängerten Stilllegung, die die Region finanziell stark belastet. Die Behörden planen nun, den Betrieb am 21. März 2026 wiederaufzunehmen – vorbehaltlich der endgültigen Genehmigung durch das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI).

Die Anlage war ursprünglich am 24. Mai 2025 für die jährliche Routinewartung vom Netz gegangen. Bei den anschließenden Kontrollen wurden jedoch Schwachstellen im Speisewassersystem festgestellt, die eine verlängerte Abschaltung erzwangen. Trotz mehrfacher Verzögerungen hat das ENSI nun ein vorläufiges Datum für die Wiederinbetriebnahme auf den 21. März 2026 festgelegt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Finanzielle Folgen für den Kanton Solothurn

Die lange Stilllegung hat die kantonalen Finanzen schwer getroffen. Allein für das Jahr 2025 rechnet der Kanton Solothurn mit Steuerausfällen von sechs bis sieben Millionen Schweizer Franken. Da die Kühlungsvorgänge reduziert wurden, ist auch die Verdunstung von Wasser aus der Aare zurückgegangen, was zu einem voraussichtlichen Rückgang der Wassergebühren in Höhe von 2,5 bis 3 Millionen Franken führt.

Die fehlenden Mittel wirken sich direkt auf zentrale Projekte aus, darunter den Wasserwegbau, den Gewässerschutz und die Sanierung belasteter Standorte. Als Gegenmaßnahme hat das Kantonale Parlament die Wassergebühr auf 30 Rappen pro Kubikmeter erhöht – eine Maßnahme, die normalerweise bis zu 1,3 Millionen Franken pro Quartal einbringt. Ohne den vollen Betrieb des Kraftwerks ist dieser Einnahmestrom jedoch deutlich geschrumpft.

Wiederinbetriebnahme steht noch aus

Die Wiederaufnahme des Betriebs im Kernkraftwerk Gösgen hängt von der finalen Freigabe durch das ENSI ab. Falls die Genehmigung erteilt wird, könnte die Anlage nach fast zehnmonatiger Pause wieder ans Netz gehen. Die Abschaltung hat bereits eine finanzielle Lücke hinterlassen, die langfristige Auswirkungen auf Infrastruktur- und Umweltprojekte im Kanton haben wird.

Lesen Sie auch:

Quelle