Kfz-Handwerk kämpft mit Fachkräftemangel trotz Rekordausbildung
Deutschlands Kfz-Handwerk bleibt Spitzenreiter in der Berufsausbildung
Mit 73.500 Auszubildenden ist der deutsche Kfz-Sektor nach wie vor der größte Anbieter dualer Berufsausbildung im Land. Doch die Branche steht vor wachsenden Herausforderungen: Während der Bedarf an Fachkräften steigt, geht die Zahl der neuen Auszubildenden kontinuierlich zurück. 2023 begannen rund 42.000 Menschen eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker – ein Rückgang um etwa fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr und Teil eines Abwärtstrends seit 2019.
Immer mehr Werkstätten setzen auf das duale Ausbildungssystem, um dringend benötigte Fachkräfte zu gewinnen. Praktika gelten als beste Möglichkeit, junge Talente anzusprechen und ihr Potenzial zu bewerten. Doch die Betriebe klagen über zu wenige Bewerber, von denen einige zudem nicht über die erforderlichen Qualifikationen verfügen.
Der Wandel hin zu Elektrofahrzeugen und digitalen Systemen verändert die gefragten Kompetenzen. Arbeitgeber legen zunehmend Wert auf technologische Neugier, insbesondere im Bereich Hochvoltsysteme und Software. Reine Fachkenntnisse reichen nicht mehr aus – auch persönliche Eigenschaften wie Zuverlässigkeit und Motivation sind gefragt.
Die meisten Werkstätten sind sich einig: Die Ausbildungsinhalte müssen modernisiert werden, um Elektrotechnik, Elektronik und Softwarekenntnisse stärker zu berücksichtigen. Gefordert werden bessere Qualifikationen für Ausbilder, digitale Lehrmittel und Kampagnen, um junge Talente zu gewinnen. Die Branche präsentiert sich als idealer Arbeitsplatz für alle, die mit neuen Technologien arbeiten und die Zukunft der Mobilität mitgestalten möchten.
Obwohl das Kfz-Handwerk Jahr für Jahr Tausende Auszubildende ausbildet, sinken die Zahlen. Die Werkstätten müssen ihre Programme an die sich wandelnden technischen Anforderungen anpassen und gleichzeitig den Fachkräftemangel bekämpfen. Die Forderungen nach modernen Ausbildungsmethoden und gezielteren Nachwuchswerbung unterstreichen den Willen der Branche, in einer sich verändernden Industrie weiterhin führend zu bleiben.






