Kölner Klimaforum sucht Lösungen für klimagerechte Sanierung historischer Gebäude
Lina SeidelKölner Klimaforum sucht Lösungen für klimagerechte Sanierung historischer Gebäude
Am 1. Oktober 2024 veranstaltet das Kölner Maternushaus das 3. Kölner Klimaforum. Im Mittelpunkt steht diesmal die Frage, wie große, historisch bedeutende Gebäude klimagerecht saniert werden können – ohne ihr kulturelles Erbe zu gefährden oder soziale Aspekte zu vernachlässigen. Die Veranstaltung richtet sich an Fachleute, die nach praktischen und kostengünstigen Lösungen für die Modernisierung von Kirchen, Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen suchen. Das Forum widmet sich konkret der Herausforderung, komplexe Gebäude wie Kirchen oder Pflegeeinrichtungen so umzugestalten, dass sie Klimaziele erfüllen, gleichzeitig aber nutzbar und bezahlbar bleiben. Ein zentrales Thema ist die energetische Sanierung, die oft mit hohen Kosten und technischen Hürden verbunden ist. Christian Weingarten, Umweltbeauftragter des Erzbistums Köln, betont zwar, dass Klimaneutralität in Kirchengebäuden machbar, aber auch anspruchsvoll sei.
Als Best-Practice-Beispiel wird die Sanierung der Stiftskirche St. Servatii in Quedlinburg vorgestellt, die bis März 2026 abgeschlossen sein soll. Das Projekt umfasst unter anderem barrierefreie Zugänge, neue Eingangsbereiche und die Neugestaltung der Außenanlagen. Teile der Finanzierung stammen aus dem Städtebauförderprogramm 'Lebendige Zentren'.
Während die Stiftung Dorfkirchen Brandenburg gezielt ländliche Kirchsanierungen unterstützt, sind Krankenhäuser oder Senioreneinrichtungen nicht Teil ihres Förderprogramms. Dennoch zeigt das Forum auf, wie verschiedene Akteure zusammenarbeiten können, um historische Bausubstanz zu erhalten und gleichzeitig moderne Klimastandards umzusetzen. Das 3. Kölner Klimaforum bietet eine Plattform, um Lösungsansätze für die klimagerechte Modernisierung historischer Gebäude zu diskutieren. Die vorgestellten Projekte – wie die Sanierung der Stiftskirche in Quedlinburg – zeigen, dass Energieeffizienz und Denkmalschutz kein Widerspruch sein müssen. Gleichzeitig wird deutlich, dass solche Vorhaben eine enge Zusammenarbeit zwischen Denkmalschutz, Kommunen und Förderinstitutionen erfordern.






