15 May 2026, 10:02

Kostenlose Kartenzahlung für kleine Betriebe: So klappt der digitale Einstieg

Alte deutsche Banknote mit einer Vogeldarstellung und dem Text "Deutsche Bank und Disconto-Gefellichaft Berlin".

Kostenlose Kartenzahlung für kleine Betriebe: So klappt der digitale Einstieg

„Deutschland zahlt digital“: Neue Initiative fördert Kartenzahlung in kleinen Betrieben

Eine neue Initiative mit dem Namen „Deutschland zahlt digital“ motiviert kleine Unternehmen, Kartenzahlungen einzuführen. Das Programm, das in Partnerschaft mit dem Zahlungsdienstleister SumUp durchgeführt wird, bietet teilnehmenden Händlern ein 12-monatiges Probeabo ohne Transaktionsgebühren. Angesprochen werden vor allem Läden und Dienstleister, die bisher nur Bargeld akzeptieren, aber digitale Zahlungsmöglichkeiten unter realen Bedingungen testen möchten.

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Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der immer mehr Kunden auf Bargeld verzichten. Umfragen zeigen, dass 59 Prozent im stationären Handel lieber bargeldlos zahlen, während 41 Prozent bei jeder Gelegenheit die Karte nutzen würden, wenn sie die Wahl hätten.

Unternehmen, die mitmachen möchten, können sich über einen speziellen Partnerlink bei SumUp anmelden. Voraussetzung ist, dass sie bisher keine Kartenzahlungen angeboten haben. Während der Testphase entfallen für zwölf Monate alle Transaktionsgebühren – und zwar für digitale Umsätze von bis zu 50.000 Euro. Feste monatliche Kosten fallen in diesem Zeitraum nicht an.

Teilnehmende Betriebe müssen zunächst ein SumUp Solo Lite-Terminal für 34 Euro zzgl. Mehrwertsteuer erwerben. Der volle Betrag wird nach Abschluss der Registrierung erstattet. Das Gerät unterstützt kontaktloses Bezahlen, Chip- und PIN-Zahlungen, Google Pay, Apple Pay sowie alle gängigen Kredit- und Debitkarten.

Nach Ablauf der Testphase können die Unternehmen zwischen zwei Tarifmodellen wählen: Entweder zahlen sie 1,39 Prozent pro Transaktion ohne monatliche Grundgebühr oder sie entscheiden sich für einen reduzierten Satz von 0,79 Prozent pro Zahlung, dann jedoch mit einer monatlichen Pauschale von 19 Euro.

Der Schub hin zu digitalen Zahlungsmethoden spiegelt veränderte Kundengewohnheiten wider. Studien zufolge brechen 19 Prozent der Käufer ihren Einkauf ab, wenn ein Geschäft nur Bargeld akzeptiert. Weitere 34 Prozent reagieren verärgert, wenn sie auf eine „Nur-Bargeld“-Politik stoßen.

Die Initiative ermöglicht es Unternehmen, Kartenzahlungen ohne finanzielles Risiko auszuprobieren. Sie können die tatsächliche Nachfrage in ihrem eigenen Laden evaluieren, bevor sie sich auf langfristige Kosten einlassen. Nach der Testphase bleibt ihnen die Flexibilität, ein Preismodell zu wählen, das zu ihrem Umsatz und ihrer Kundschaft passt.

Quelle