28 April 2026, 18:03

Kultursenatorin Wedl-Wilson tritt kurz vor Berliner Landtagswahl zurück

Eine Frau in einem roten Kleid führt eine chinesische Oper auf der Bühne auf, trägt ein farbenfrohes Kostüm und bewegt sich anmutig zur Musik, mit einem Sichtschutz im Hintergrund.

Kultursenatorin Wedl-Wilson tritt kurz vor Berliner Landtagswahl zurück

Berlins Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson tritt fünf Monate vor der Landtagswahl zurück

Die Berliner Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson (parteilos) hat ihr Amt niedergelegt – nur fünf Monate vor den Wahlen zum Abgeordnetenhaus. Die 56-jährige Politikerin reagierte damit auf einen kritischen Prüfbericht der Landesrechnungshofes. Es ist bereits das zweite Mal während der Amtszeit von Bürgermeister Kai Wegner (CDU), dass die Position des Kultursenators neu besetzt werden muss.

Auslöser für Wedl-Wilsons Rücktritt war ein Bericht des Rechnungshofs, der die Förderung mehrerer Projekte zur Bekämpfung von Antisemitismus als rechtswidrig einstuft. Die Vorwürfe setzten die Senatorin unter Druck und führten schließlich zu ihrer Entscheidung, zurückzutreten.

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Dem Berliner Abgeordnetenhaus bleiben nun nur noch zwei Monate bis zur Sommerpause. Angesichts dieses engen Zeitrahmens stellt sich die Frage, ob rechtzeitig ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin ernannt werden kann.

Thomas Fehrle, Intendant der Deutschen Oper Berlin und Vorsitzender des Landesverbandes Deutsche Bühne, lobte zwar Wedl-Wilsons Fachkompetenz und Engagement. Gleichzeitig äußerte er jedoch Zweifel, ob die Ernennung einer neuen Kultursenatorin so kurz vor der Wahl praktikabel sei.

Bürgermeister Kai Wegner steht nun vor der Aufgabe, eine Nachfolge zu regeln – zum zweiten Mal seit seinem Amtsantritt. Wedl-Wilsons Rückzug hinterlässt Berlins Kulturszene vorerst in einer Phase der Unsicherheit. Angesichts der bevorstehenden Wahlen und der knappen Zeit bis zur Sommerpause muss die Stadt nun entscheiden, ob sie eine Übergangslösung findet oder die Position vorerst unbesetzt lässt. Die Kritik des Rechnungshofs an der Projektförderung wird die Diskussionen in den kommenden Wochen voraussichtlich weiter prägen.

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