Kurt Becks scharfe Kritik an Özdemir überschattet Landtagswahl in Rheinland-Pfalz
Lina SeidelKurt Beck wirft Özdemir eine 'peinliche' Kampagne vor - Kurt Becks scharfe Kritik an Özdemir überschattet Landtagswahl in Rheinland-Pfalz
Rheinland-Pfalz stimmt am Sonntag über einen neuen Landtag ab – doch die Wahl steht im Schatten scharfer Kritik des früheren Ministerpräsidenten Kurt Beck. Der SPD-Veteran wirft einem grünen Politiker aus dem Nachbarland vor, mit seinem Wahlkampf die Parteieinheit untergraben zu haben.
Kurt Beck, eine prägende Figur der SPD, hat öffentlich die Kampagnenstrategie von Cem Özdemir in Baden-Württemberg verurrteilt. Beck nannte das Vorgehen "peinlich" und warf Özdemir vor, sich bewusst von der offiziellen Parteilinie abgesetzt zu haben. Zudem unterstellte er dem Grünen-Politiker, sich gezielt von zentralen Programmpunkten seiner eigenen Partei distanziert zu haben.
Özdemir hatte Anfang März die Landtagswahl in Baden-Württemberg für sich entschieden. Sein Erfolg dort hat Beck jedoch nicht milder gestimmt – im Gegenteil: Solche Methoden würde es im Wahlkampf der rheinland-pfälzischen SPD-Kandidatin "niemals geben", betonte er.
Bei der anstehenden Abstimmung unterstützt Beck den amtierenden Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer (SPD), der sich gegen den CDU-Herausforderer Gordon Schnieder behaupten muss. Beck stellte klar, dass Schweitzers Kampagne nicht Özdemirs Vorbild folge, und unterstrich damit die Bedeutung von geschlossener Parteilinie.
Die Wahl wird über die künftige Landesregierung in Rheinland-Pfalz entscheiden. Becks Vorwürfe zeigen, wie unterschiedlich Wahlkampfstile in den Bundesländern ausfallen können. Nun liegt es an den Wählerinnen und Wählern, ob sie Schweitzers Kurs bestätigen – oder Schnieders Alternative den Vorzug geben.






