14 March 2026, 08:01

KV-Chefs kassieren 2025 bis zu 464.000 Euro – und die Kritik wächst

Eine alte Werbung für die Germania-Feuer-Versicherungsgesellschaft, die ein zentrales Bild einer Frau zeigt.

KV-Chefs kassieren 2025 bis zu 464.000 Euro – und die Kritik wächst

Die Gehälter der Spitzenvertreter der kassenärztlichen Vereinigungen (KV) und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) für das Jahr 2025 sind nun bekannt gegeben worden. Die Zahlen zeigen erhebliche Unterschiede bei den Bezügen – einige Vorsitzende verdienen demnach deutlich mehr als andere. Die Kritik an den hohen Einkommen in diesem Bereich ist in den letzten Jahren lauter geworden.

Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV, erhielt 2025 mit insgesamt 464.782,23 Euro die höchste Vergütung. Sein Paket umfasste ein Grundgehalt von 367.168,08 Euro, zusätzlich 50.767,55 Euro für private Unfallversicherung, Reisekostenpauschalen und Invaliditätsausgleich. Hinzu kamen 6.846,60 Euro für private Altersvorsorge sowie eine weitere 40.000-Euro-Zulage für seine betriebliche Altersversorgung.

Andere Funktionsträger erhielten zwar weniger, aber ebenfalls beträchtliche Summen: Dr. Stephan Hofmeister, stellvertretender KBV-Vorsitzender, bezog 418.389,12 Euro. Dr. Christian Pfeiffer, Vorsitzender der KV Bayern, erhielt 392.954,33 Euro, während der KV-Nordrhein-Chef auf 366.770,29 Euro kam. Am niedrigsten war die Vergütung des KV-Vorsitzenden in Mecklenburg-Vorpommern mit 302.250,00 Euro.

Die Debatte über diese Gehälter hat seit 2021 an Schärfe gewonnen. Öffentliche Empörung und politische Kritik richten sich gegen die sechsstelligen Bezüge – besonders in einer Zeit, in der die Finanzierung des Gesundheitswesens unter Druck gerät. Patientenvertreter, Gesundheitspolitiker und Medien fordern mehr Transparenz, teilweise sogar Obergrenzen für die Vergütungen.

Die Zahlen für 2025 unterstreichen die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Managergehälter in der deutschen Gesundheitsverwaltung. Angesichts wachsender Reformforderungen könnte der Sektor in den kommenden Jahren mit noch strengerer Prüfung der Vergütungspraxis konfrontiert werden. Transparenz und mögliche Gehaltsdeckel bleiben die zentralen Streitpunkte.

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