Labour listet schwerwiegende SNP-Skandale seit 2021 auf – von Todesfällen bis zu Spesenaffären
Emil LangeLabour listet schwerwiegende SNP-Skandale seit 2021 auf – von Todesfällen bis zu Spesenaffären
Die schottische Labour-Partei hat eine Liste veröffentlicht, die sie als die schwerwiegendsten Versäumnisse der SNP-Regierung seit 2021 bezeichnet. Das Dokument führt eine Reihe von Skandalen auf – von Finanzermittlungen über Rücktritte bis hin zu tragischen Pannen im Gesundheitswesen. Seither werfen sich beide Parteien gegenseitig Heuchelei und Fehlverhalten vor.
Zu den prominentesten Fällen zählen der Tod zweier Kinder in Verbindung mit einem verkeimten Wassersystem in einem Krankenhaus sowie der Rücktritt eines hochrangigen Ministers wegen fragwürdiger Spesenabrechnungen. Einer der schwerwiegendsten Vorfälle betraf das Queen Elizabeth University Hospital in Glasgow. Zwei Kinder starben, nachdem sie sich über die Wasserversorgung mit Keimen infiziert hatten. Angehörige kritisierten später scharf das Krisenmanagement der Regierung.
Der ehemalige Gesundheitsminister Michael Matheson trat im Februar zurück, nachdem bekannt geworden war, dass er versucht hatte, den Steuerzahlern 11.000 Pfund für Roaming-Gebühren seines iPads während eines Urlaubs in Rechnung zu stellen. Der Fall erhöhte den Druck auf die SNP in Sachen finanzieller Transparenz.
Zudem steht die Partei wegen ihrer internen Finanzen in der Kritik. Eine langjährige Polizeiermittlung zur SNP-Finanzierung führte zu Anklagen gegen den früheren Parteichef Peter Murrell, den Ehemann der früheren Regierungschefin Nicola Sturgeon. Das Verfahren läuft noch.
Gesundheitsminister Neil Gray geriet unter Beschuss, weil er Dienstwagen für Besuche bei Fußballspielen des FC Aberdeen nutzte. Die stellvertretende Labour-Vorsitzende Dame Jackie Baillie warf der SNP eine Kultur der Vertuschung vor: Die Partei habe Sexualstraftäter gedeckt, Hinterbliebene getäuscht und Steuergelder verschwendet.
Die SNP konterte mit dem Vorwurf, Labour habe bei eigenen Affären nicht konsequent gehandelt. Ein Parteisprecher verwies auf frühere Verbindungen der Labour-Partei zu diskreditierten Persönlichkeiten und warf ihr Doppelstandards vor. Die Auseinandersetzung eskalierte weiter, nachdem der ehemalige Chef des North Lanarkshire Council, Jordan Linden – ein ehemaliges SNP-Mitglied –, in zehn Punkten schuldig gesprochen wurde, darunter sexuelle Übergriffe und Stalking an Jungen und jungen Männern.
Die schottische Labour-Partei beharrt darauf, dass die SNP seit Jahren von Skandalen überschatten werde. Cover-ups und Missmanagement seien prägend für die Amtszeit dieser Regierung, so die Vorwürfe. Der Schlagabtausch zwischen Labour und der SNP zeigt keine Anzeichen einer Beruhigung. Die Liste der Kontroversen reicht von Versagen im Gesundheitswesen über finanzielle Unregelmäßigkeiten bis hin zu persönlichem Fehlverhalten von Amtsträgern. Während die öffentliche Debatte über Regierungsführung an Schärfe gewinnt, schieben sich beide Seiten weiterhin die Schuld zu.






