06 April 2026, 18:35

Landwirte kämpfen mit höheren Kosten und strengeren Regeln für Berufskrankheiten

Bar chart showing the number and rate of fatal occupational injuries in 2010, categorized by industry sector, with accompanying explanatory text.

Landwirte kämpfen mit höheren Kosten und strengeren Regeln für Berufskrankheiten

Landwirte in Deutschland stehen vor neuen Herausforderungen: Steigende Versicherungskosten und strengere Auflagen bei der Anerkennung von Parkinson als Berufskrankheit belasten den Berufsstand. Gleichzeitig setzt Dänemark ein klares Zeichen gegen schädliche Pestizide – ein Schritt, der auch in der EU Nachahmer finden könnte. Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) hat die Beiträge für alle Landwirte um 20 Prozent erhöht. Diese Erhöhung trifft die Betriebe zusätzlich zu den bereits gestiegenen Produktionskosten. Parallel dazu müssen Landwirte, die Parkinson als Berufskrankheit anerkennen lassen wollen, strenge Nachweise erbringen: Sie müssen belegen, dass sie mindestens 100 Tage lang Pflanzenschutzmittel ausgebracht haben. Aktuell prüft die SVLFG rund 8.000 entsprechende Anträge.

In Dänemark trat kürzlich ein Verbot von 23 Pestizid-Wirkstoffen in Kraft, darunter auch PFAS-haltige Substanzen. Ziel der Maßnahme ist es, Trinkwasserquellen zu schützen und langfristige Gesundheitsrisiken für die Bevölkerung zu minimieren. Die Europäische Kommission plant zudem, bis 2029 einen Gesetzesvorschlag vorzulegen, der alle PFAS-Verbindungen EU-weit verbieten soll.

Die offizielle Anerkennung von Parkinson als Berufskrankheit für Landwirte bietet zwar Betroffenen finanzielle Unterstützung, doch das Genehmigungsverfahren bleibt komplex. Viele Landwirte sehen sich nun mit höheren Kosten und bürokratischen Hürden konfrontiert, während gleichzeitig der Druck steigt, umwelt- und gesundheitsschädliche Pestizide zu reduzieren. Die jüngsten Entwicklungen zeigen, wie stark sich regulatorische Maßnahmen und steigende Kosten auf die Landwirtschaft auswirken. Während das PFAS-Verbot in Dänemark und die geplante EU-Regelung langfristig die Umwelt entlasten sollen, müssen Landwirte in Deutschland kurzfristig mit höheren Belastungen umgehen – sowohl finanziell als auch bei der Anerkennung von Berufskrankheiten.

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