25 March 2026, 04:32

Lastenrad-Logistikverband lehnt pauschale Fahrverbote auf engen Radwegen ab

Gebäude mit wenigen Fahrradfahrern auf der Straße.

Lastenrad-Logistikverband lehnt pauschale Fahrverbote auf engen Radwegen ab

Bundesverband Lastenrad-Logistik (RLVD) lehnt pauschale Verbote für Lastenräder auf schmalen Radwegen ab

Der Bundesverband Lastenrad-Logistik (RLVD) spricht sich gegen generelle Fahrverbote für Lastenräder auf engen Radwegen aus. Stattdessen betont der Verband, dass mehr Sicherheit durch bessere Infrastruktur, klare Regeln und gegenseitigen Respekt aller Verkehrsteilnehmer erreicht werde. Die Positionierung erfolgt vor dem Hintergrund von Bedenken seitens der Fußgängerlobby, die eine Überlastung gemeinschaftlich genutzter Flächen befürchtet.

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Die Organisation, die Branchen wie Stadtlogistik, E-Commerce-Zustelldienste und kommunalen Verkehr vertritt, zählt Stand März 2026 rund 25 angeschlossene Mitglieder. Der RLVD erkennt zwar die Sorgen des Fußgängerverbands FUSS e.V. an, etwa mit Blick auf zu schmale Wege für Fußgänger, lehnt aber pauschale Einschränkungen ab. Vielmehr verweist der Verband darauf, dass selbst große gewerbliche Lastenräder deutlich weniger Platz beanspruchen als herkömmliche Lieferfahrzeuge. Ein typisches Lastenrad sei etwa nur halb so breit, halb so lang und bewege sich mit halber Geschwindigkeit im Vergleich zu einem klassischen Transporter.

Der Verband macht auf ein grundlegendes Infrastrukturproblem aufmerksam, das Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer gleichermaßen betrifft. Gut geplante Radverkehrsanlagen seien entscheidend, um einen reibungslosen und sicheren Verkehrsfluss für alle zu gewährleisten. Zudem wirbt der RLVD für den Einsatz kleinerer, leiserer und emissionsfreier Fahrzeuge, um Staus und Luftverschmutzung in Städten zu reduzieren.

Um diese Herausforderungen zu meistern, bietet der RLVD seine Fachkompetenz in der Lastenrad-Logistik an. Der Verband möchte mit Behörden und weiteren Akteuren an praktikablen Lösungen arbeiten. Ziel ist es, die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu erhöhen und gleichzeitig langfristige Verkehrsstrategien wie die Vision Zero sowie die Wende hin zu einer nachhaltigen Mobilität zu unterstützen.

Der RLVD setzt dabei auf Kooperation statt auf Verbote. Durch den Ausbau der Infrastruktur und intelligentere Regularien will der Verband die Bedürfnisse von Fußgängern, Radfahrern und Lieferdiensten in Einklang bringen. Der Verband bleibt dialogbereit, während Städte sich an die wachsende Nachfrage nach Lastenrad-Logistik anpassen.

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