Lawine in den französischen Alpen tötet zwei Freerider bei Saint-Véran
Lina SeidelLawine in den französischen Alpen tötet zwei Freerider bei Saint-Véran
Zwei Skifahrer sind ums Leben gekommen, nachdem sie in den französischen Alpen von einer großen Lawine erfasst wurden. Der Vorfall ereignete sich in Saint-Véran, einem Bergdorf auf 2.300 Metern Höhe. Die Behörden haben inzwischen eine Untersuchung eingeleitet, um die Ursache des tödlichen Unglücks zu klären.
Die beiden Männer, 37 und 29 Jahre alt, gehörten zu einer Gruppe von vier Freeridern, die ohne Führung abseits der gesicherten Pisten unterwegs waren. Während zwei Mitglieder der Gruppe unverletzt blieben, wurden die Opfer von der Lawine verschüttet. Rettungskräfte bargen ihre Leichen kurz nach dem Unglück.
Diese Tragödie reiht sich in eine tödliche Wintersaison in den Alpen ein. Bis Mitte Februar 2026 kamen in der Region mindestens 124 Menschen durch Lawinen ums Leben. Allein in Österreich gab es 26 Tote, in der Schweiz 15, und weitere Opfer waren in Italien und angrenzenden Gebieten zu beklagen. Am selben Tag wie das Unglück in Saint-Véran forderten auch separate Lawinenabgänge in Norditalien Todesopfer und Verletzte.
Mit den jüngsten Todesfällen steigt die Gesamtzahl der Lawinenopfer in dieser Saison weiter an. Die Ermittler werden die Umstände der Lawine in Saint-Véran untersuchen, darunter Wetterbedingungen und Geländerisiken. Die Ergebnisse könnten Aufschluss über die anhaltenden Gefahren geben, denen Freerider in den Alpen ausgesetzt sind.