21 March 2026, 02:33

Live-Nation-Chef Rapino wehrt sich im Kartellprozess gegen Monopolvorwürfe

Alte Zeitungsanzeige für ein Konzert in San Francisco, Kalifornien, mit Text, der das Ereignis beschreibt.

Live-Nation-Chef Rapino wehrt sich im Kartellprozess gegen Monopolvorwürfe

Live-Nation-Chef Michael Rapino hat in einem Bundesgericht in Manhattan im Rahmen eines Kartellverfahrens ausgesagt. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, den Markt für Live-Konzerte in den USA illegal monopolisiert zu haben. Die Klage, eingereicht vom Justizministerium und mehreren Bundesstaatsanwälten, dreht sich um Vorwürfe wettbewerbsfeindlichen Verhaltens.

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Rapino wies während seiner Aussage zentrale Vorwürfe zurück. Er beteuerte, "überhaupt keine" Absicht gehabt zu haben, das Barclays Center unter Druck zu setzen, nachdem es sich für einen Konkurrenten von Ticketmaster als Ticketanbieter entschieden hatte. Der Vorstandsvorsitzende bestritt zudem, dass Live Nation Veranstaltungsorte zu exklusiven Verträgen mit Ticketmaster genötigt habe.

In einer E-Mail aus dem Jahr 2016 räumte Rapino ein, dass die Ticketgebühren von Live Nation zu hoch seien. Vor Gericht gab er jedoch an, sich nicht an die Nachricht zu erinnern. Zudem hatte ein Mitarbeiter des Unternehmens damit geprahlt, Parkgebühren bei Konzerten erhöht zu haben – Rapino behauptete jedoch, erst kürzlich von diesen Äußerungen erfahren zu haben.

Der Prozess folgt auf einen bundesweiten Vergleich mit Live Nation, den viele Bundesstaaten als unzureichend ansahen. Mehr als die Hälfte der 39 beteiligten Staaten lehnte das Abkommen im März 2026 ab, wobei die genaue Zahl der Gegner unklar bleibt. Unterdessen ist Ben Baker, ein Regionaldirektor für Ticketing, der mit umstrittenen Aussagen über das "rücksichtslose Abkassieren der Kunden" aufgefallen war, weiterhin beim Unternehmen beschäftigt.

Rapino verteidigte die Geschäftspraktiken von Live Nation und argumentierte, sie hätten "Professionalität" in die Live-Event-Branche gebracht. Zudem bestritt er, den milliardenschweren Veranstaltungsortbesitzern Vorgaben zu machen – trotz Vorwürfe aggressiver Taktiken.

Während die Staatsanwaltschaft ihren Fall gegen die Marktbeherrschung von Live Nation vorantreibt, ging Rapino in seiner Aussage sowohl auf Gebührenstrukturen als auch auf Zwangsvorwürfe ein. Seine Antworten ließen jedoch einige Fragen offen. Das Urteil könnte die Zukunft von Live-Events und Ticketing in den USA grundlegend verändern.

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