Madagaskar im Ausnahmezustand: Zwei Zyklone hinterlassen Chaos und Obdachlosigkeit
Mila VoigtMadagaskar im Ausnahmezustand: Zwei Zyklone hinterlassen Chaos und Obdachlosigkeit
Madagaskar kämpft mit schweren Zerstörungen nach zwei verheerenden Zyklonen in kurzer Folge
Innerhalb weniger Wochen haben zwei schwere Zyklone Madagaskar verwüstet. Ende Januar traf Zyklon Fytia auf die Insel, Anfang Februar folgte Zyklon Gezani. Zehntausende Menschen wurden obdachlos, die Schäden sind flächendeckend. Die Regierung hat nun den Notstand ausgerufen, um die Hilfsmaßnahmen zu beschleunigen.
Zyklon Fytia erreichte am 31. Januar 2026 die Küste und fegte mit Windgeschwindigkeiten von über 150 km/h und Böen bis zu 250 km/h über die West- und Nordwestregionen hinweg. Der Sturm löste Sturzfluten aus und zwang mehr als 31.000 Menschen zur Flucht. Nur zehn Tage später traf Zyklon Gezani die Ostküste – insbesondere die Stadt Toamasina (auch Tamatave genannt) – mit anhaltenden Winden von 180 km/h und Orkanböen bis zu 250 km/h. Dieser zweite Sturm vertrieb weitere 16.428 Menschen und richtete massive Gebäudeschäden an.
Besonders betroffen sind die Stadt Toamasina an der Ostküste und der Bezirk Ampanihy im Südwesten. Die ACT-Allianz-Mitgliedsorganisation SAF/FJKM arbeitet eng mit dem Nationalen Büro für Risiko- und Katastrophenmanagement (BNGRC) und dem UN-Koordinierungsbüro für humanitäre Angelegenheiten (UNOCHA) zusammen, um die Krise zu bewältigen. Mit 54 Niederlassungen, 30 Kliniken und 24 Entwicklungseinheiten in den betroffenen Gebieten ist die Organisation gut aufgestellt, um schnell Hilfe zu leisten.
Die SAF/FJKM kündigte an, betroffenen Familien finanzielle Unterstützung, GesundheitsSets sowie Wasser-, Sanitär- und Hygieneversorgung (WASH) bereitzustellen. Die bestehende Infrastruktur der Organisation ermöglicht eine zügige Verteilung der Hilfsgüter an die vertriebenen Gemeinschaften.
Die beiden aufeinanderfolgenden Zyklone haben Tausende in akute Not gebracht. Die Einsatzteams konzentrieren sich nun darauf, lebensnotwendige Güter zu liefern und in den am stärksten zerstörten Gebieten die Grundversorgung wiederherzustellen. Mit der Ausrufung des Notstands will die Regierung die Wiederaufbauarbeiten auf der gesamten Insel beschleunigen.
AKTUALISIERUNG — 28.02.2026 22:19
Neue Daten enthüllen das volle Ausmaß der Zyklonzerstörung in Madagaskar
Die menschlichen und strukturellen Auswirkungen von Zyklon Gezani wurden in jüngsten Bewertungen bestätigt. Wichtige Entwicklungen umfassen:
- 40 Todesfälle gemeldet, wobei 27.000+ Häuser beschädigt oder zerstört wurden.
- Die UN stellte 3 Millionen US-Dollar für den Notfall in Madagaskar bereit.
- Überschwemmungen betrafen Gebiete, in denen 350.000 Menschen leben, von denen viele bereits über keine grundlegenden Dienstleistungen verfügten.
Zeitplan und Auswirkungen neu bewertet: Neue Daten enthüllen Cyclone-Details
Neue Analyse hat den Zeitplan korrigiert und das Ausmaß der Schäden von Madagaskars doppelter Cyclone-Krise erweitert. Wichtige Erkenntnisse sind:
- Cyclone Fytia traf am 5.-6. Februar, nicht am 31. Januar, mit 14 bestätigten Todesfällen und 31.000 Vertriebenen ein.
- Cyclone Gezani traf Toamasina am 10. Februar bei 185 km/h Windgeschwindigkeit, zerstörte 90% der Stadt und erhöhte die Todeszahl bis zum 13. Februar auf 40.
- Die kombinierten Schäden überschreiten 68.000 zerstörte Häuser, wobei mehr als 27.000 Strukturen allein durch Gezani betroffen waren.