06 May 2026, 16:32

Malaysias Milliardendeal mit Arm Holdings gerät wegen Korruptionsverdachts ins Wanken

Detailgenauer technischer Entwurf eines chinesischen Tors mit gebogenen Kanten und detaillierter Gestaltung, begleitet von chinesischem Patentantragstext.

Malaysias Milliardendeal mit Arm Holdings gerät wegen Korruptionsverdachts ins Wanken

Malaysias Abkommen mit dem britischen Halbleiterunternehmen Arm Holdings steht unter Kritik. Im März 2025 hatte das Land für umgerechnet 1,1 Milliarden Ringgit (250 Millionen US-Dollar) 32 Lizenzen für Chip-Designs erworben. Nun ermitteln die Behörden wegen möglicher Unregelmäßigkeiten bei der Vereinbarung.

Die Malaysische Antikorruptionsbehörde (MACC) hat empfohlen, Anklage gegen zwei Personen zu erheben, die mit der Transaktion in Verbindung stehen. Im Mittelpunkt des Falls stehen Vorwürfe wegen Machtmissbrauchs, Betrugs und Vertrauensbruchs.

Das Partnerschaftsabkommen mit Arm Holdings war im März 2025 unterzeichnet worden. Darin sicherte sich Malaysia die Rechte an 32 Designlizenzen, die es lokalen Unternehmen und Start-ups ermöglichen sollten, mithilfe von Arms Technologie KI-Chips zu entwickeln. Die Gesamtkosten von 1,1 Milliarden Ringgit (250 Millionen US-Dollar) sollten über ein Jahrzehnt gestreckt gezahlt werden.

Die MACC leitete die Ermittlungen ein, nachdem Bedenken hinsichtlich der Abwicklung des Deals aufkamen. Der scheidende Generaldirektor der Behörde, Tan Sri Azam Baki, bestätigte, dass die Anklagebehörde Verstöße gegen drei Gesetze prüft: Paragraf 23 des MACC-Gesetzes von 2009 (Machtmissbrauch), Paragraf 420 des Strafgesetzbuchs (Betrug) sowie Paragraf 409 des Strafgesetzbuchs (strafbarer Vertrauensbruch).

Bisher haben die Ermittler Aussagen von 22 Zeugen aufgenommen, darunter vom Politikwissenschaftler James Chai und dem ehemaligen Wirtschaftsminister Datuk Seri Rafizi Ramli. Die Untersuchungen stehen kurz vor dem Abschluss – es fehlen nur noch die Befragungen von zwei weiteren Zeugen.

Ziel des Abkommens war es, Malaysias Halbleiterindustrie zu stärken, indem heimischen Firmen der Zugang zu den fortschrittlichen Chip-Designs von Arm ermöglicht wird. Die Erkenntnisse der MACC deuten jedoch auf mögliche Fehlverhalten bei der Abwicklung der Transaktion hin.

Die Ermittlungen zum Arm-Holdings-Deal sind nahezu abgeschlossen. Sollte es zu einer Anklage kommen, drohen den beiden Beschuldigten schwerwiegende rechtliche Konsequenzen. Das Ergebnis könnte zudem Auswirkungen auf Malaysias Pläne haben, seinen Halbleitersektor durch internationale Partnerschaften auszubauen.

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