Mann aus Magadan wegen millionenschwerem Kaviar-Fälschungsring verurteilt
Hannah RichterMann aus Magadan wegen millionenschwerem Kaviar-Fälschungsring verurteilt
Ein 47-jähriger Mann aus Magadan ist wegen des Betriebs einer groß angelegten Fälschungsringes für Kaviar verurteilt worden. Das kriminelle Netzwerk umfasste die Abpackung und den Verkauf von wild gestohlenem Rotkaviar unter gefälschten Etiketten – die Behörden beschlagnahmten über eine Tonne des Produkts. Das Gericht ordnete an, dass die illegalen Waren nun vernichtet werden müssen.
Der Verurteilte hatte zwischen April 2024 und Dezember 2025 gemeinsam mit seinem Schwiegersohn agiert. Ihr Geschäft konzentrierte sich auf den Ankauf, die Lagerung und den Vertrieb von nicht gekennzeichnetem, körnigem Rotkaviar im Wert von knapp 6,8 Millionen Rubel. Die Ermittler beschlagnahmten neben dem Kaviar auch Mobiltelefone, eine Garageneinheit, elektronische Waagen, Kühlgeräte sowie 60.000 Rubel in bar.
Der Rädelsführer erhielt eine Strafe von zwei Jahren Zwangsarbeit, wobei 10 Prozent seines Einkommens vom Staat eingezogen werden. Die Verurteilung stützt sich auf Teil 4, Absätze (a) und (b) des Artikels 171.1 des russischen Strafgesetzbuchs, der die Herstellung und den Verkauf gefälschter Waren regelt. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig.
Ein separates Strafverfahren gegen den Schwiegersohn läuft noch, sodass mit weiteren juristischen Schritten zu rechnen ist. Der beschlagnahmte Kaviar wird nun vernichtet, um die Fälschungen aus dem Umlauf zu nehmen. Die Vermögenswerte des Verurteilten – darunter die für die Machenschaften genutzte Ausrüstung – wurden endgültig eingezogen. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen der Behörden, illegale Lebensmittelhandelsnetzwerke in der Region zu zerschlagen.






