17 April 2026, 00:42

Marcelo Rebelo de Sousa tritt zurück – Portugals Ex-Präsident beginnt "ewigen Rückzug"

Porträt von Henry Dover, dem ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten, der an einem Tisch sitzt und ein Buch hält, mit einem ernsten Gesichtsausdruck, umgeben von Büchern und einem Korb mit Papieren.

Marcelo Rebelo de Sousa tritt zurück – Portugals Ex-Präsident beginnt "ewigen Rückzug"

Marcelo Rebelo de Sousa hat am 9. März nach seinem Abschied aus dem Belém-Palast sein Amt als portugiesischer Präsident niedergelegt. Sein Rückzug markiert den Beginn einer neuen politischen Ära, in der der ehemalige sozialistische Führer António José Seguro die Nachfolge antritt. Obwohl er nicht mehr im Amt ist, behält er als früherer Staatschef bestimmte repräsentative und zeremonielle Pflichten.

Rebelo de Sousa trat offiziell in das bei, was er selbst als seinen "ewigen Rückzug" bezeichnete – am Tag der Amtseinführung seines Nachfolgers. Er bedankte sich bei den Journalisten, lehnte es jedoch ab, Fragen zu beantworten, und betonte, er werde sich künftig nicht mehr zu politischen Themen äußern. Sein Schweigen erstreckt sich auch auf Bereiche wie die Verfassung und die Kommunalpolitik, mit denen er sich als Präsident intensiv auseinandergesetzt hatte.

Nur wenige Tage nach seinem Amtsende zeigte er sich auf der Buchmesse in Celorico de Basto. Dort nahm er an einer Diskussion mit dem Titel "Welche Rolle spielt Literatur in der heutigen Welt?" teil, gemeinsam mit den Autoren David Machado und Hugo Gonçalves. Die öffentliche Gesprächsrunde ist für Sonntag angesetzt und unterstreicht sein anhaltendes Engagement in kulturellen Veranstaltungen.

Obwohl er nicht mehr regiert, wird er weiterhin an bedeutenden nationalen Anlässen teilnehmen. Dazu gehört auch der 50. Jahrestag der Verfassung, bei dem seine Anwesenheit eher symbolischen als politischen Charakter tragen wird.

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Rebelo de Sousas Übergang vom Präsidenten zum Privatmann ist geprägt von einer Mischung aus öffentlichen Auftritten und klaren Grenzen. Er wird an zentralen Feierlichkeiten teilnehmen, hat jedoch deutlich gemacht, dass er sich aus der politischen Debatte heraushalten wird. Sein Fokus liegt nun auf kulturellen und gedächtnispolitischen Aufgaben – nicht mehr auf der Regierungsverantwortung.

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