Massiver TI-Ausfall legt digitale Gesundheitsdienste in NRW lahm
Großer Ausfall trifft Deutschlands gematik-Telematikinfrastruktur (TI) am 3. März 2026 – flächendeckende Störungen
Am 3. März 2026 legte ein schwerwiegender Ausfall die Telematikinfrastruktur (TI) der gematik in Deutschland lahm und verursachte weitreichende Beeinträchtigungen. Betroffen waren vor allem digitale Gesundheitsdienste in Nordrhein-Westfalen (NRW) und darüber hinaus, sodass Patienten zeitweise keinen Zugriff auf zentrale Systeme hatten. Apotheken und Krankenkassen meldeten erhebliche Probleme, auch wenn einige Funktionen später wiederhergestellt werden konnten.
Die Störungen begannen bereits in den frühen Morgenstunden des 3. März und trafen NRW besonders hart. Patienten konnten in Apotheken weder E-Rezepte einlösen noch über ihre Gesundheitskarte auf die elektronische Patientenakte (ePA) zugreifen. Aus Orten wie Emsdetten häuften sich Berichte über komplett ausgefallene Systeme.
Zudem war der Login zur gematik-E-Rezept-App blockiert. Versicherte der AOK in Hamburg, Hessen, Nordost und Sachsen-Anhalt hatten zusätzlich Schwierigkeiten, über die entsprechende App auf ihre elektronische Patientenakte zuzugreifen. Trotz dieser Einschränkungen funktionierten die Einlösung von E-Rezepten über Ausdrucke, die elektronische Gesundheitskarte (eGK) sowie PIN-gesicherte Apps weiterhin problemlos.
Gegen 14 Uhr setzte eine teilweise Erholung ein: Die Störungen bei der Health-ID für Versicherte der Barmer und AOK wurden behoben, und einige TI-Funktionen waren wieder verfügbar. Dennoch blieben grundlegende technische Probleme in der Infrastruktur bestehen, was Zweifel an der Stabilität des Systems zurückließ.
Der Ausfall unterbrach über Stunden hinweg kritische Dienstleistungen – insbesondere in NRW –, bevor erste Teillösungen griffen. Zwar blieben die Einlösung von E-Rezepten per Ausdruck und PIN-basierte Abrufe funktionstüchtig, doch das Ereignis offenbarten die Verwundbarkeit des digitalen Gesundheitsnetzes. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin auf mögliche weitere Instabilitäten.