McDonald's zwischen Diskriminierungsvorwürfen und außergerichtlichen Lösungen
Lina SeidelMcDonald's zwischen Diskriminierungsvorwürfen und außergerichtlichen Lösungen
In den letzten Jahren sah sich McDonald's mit einer Reihe von Diskriminierungsklagen konfrontiert, die vor Gericht unterschiedliche Ergebnisse brachten. Während einige Vorwürfe abgewiesen wurden, führten andere zu außergerichtlichen Einigungen oder sind noch immer anhängig. Der Fast-Food-Konzern bestreitet in allen Fällen weiterhin jegliches Fehlverhalten.
In einem Fall einigte sich ein ehemaliger schwarzer Sicherheitsmanager mit McDonald's außergerichtlich, nachdem er vorgebracht hatte, wegen Kritik am Vorstandsvorsitzenden Chris Kempczinski aus dem Unternehmen gedrängt worden zu sein. Die genauen Bedingungen der Vereinbarung wurden nicht bekannt gegeben.
Eine separate Klage zweier schwarzer Mitarbeiterinnen, Victoria Guster-Hines und Domineca Neal, wurde teilweise abgewiesen. Die Bundesrichterin Mary Rowland entschied, dass es keine ausreichenden Beweise für ihre Vorwürfe der rassistischen Diskriminierung bei einer Beförderungsentscheidung im Jahr 2018 gebe. Allerdings ließ sie die Klagen wegen eines feindseligen Arbeitsumfelds zu. Dazu gehörten Vorwürfe, ein Regionalpräsident habe abfällige Bemerkungen über die "Einstellung schwarzer Frauen" gemacht und Mitarbeiterinnen als "wütende schwarze Frauen" bezeichnet. Beide Frauen waren zuvor befördert worden, bevor sie für eine Position übergangen und später zurückgestuft wurden. Neal wurde entlassen, während Guster-Hines nach Einreichung der Klage in den vorzeitigen Ruhestand gedrängt wurde. McDonald's begründete Neals Entlassung mit ihrem Umgang mit Kollegen und der Schaffung eines toxischen Arbeitsklimas.
Das Unternehmen einigte sich 2021 zudem in einem 10-Milliarden-Dollar-Rechtsstreit mit dem Medienmogul Byron Allen, der McDonald's vorwarf, schwarze Medienunternehmen systematisch von Werbeverträgen auszuschließen. Bereits 2016 hatte McDonald's einige Diversitätsprogramme zurückgenommen und dies mit einer "sich wandelnden rechtlichen Landschaft" unter der Regierung von Präsident Trump begründet.
Eine weitere Klage, die 2022 von 50 schwarzen Franchisenehmern eingereicht wurde, warf dem Konzern diskriminierende Standortzuweisungen vor. Zwar wurde sie zunächst abgewiesen, doch ein überarbeiteter Antrag ist noch anhängig.
Seit 2020 sind in den USA keine prominenten Klagen mehr bekannt geworden, in denen McDonald's systematische Diskriminierung gegen schwarze Mitarbeiter, Franchisenehmer oder Geschäftspartner vorgeworfen wird. Dennoch bleibt das Unternehmen unter Beobachtung – einige Fälle sind noch ungelöst, andere wurden außergerichtlich geregelt. Die Ergebnisse der noch laufenden Verfahren werden zeigen, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind.






