Méridas erster Grüner Bio-Korridor verbindet Ökologie und Stadtleben auf 1,2 Kilometern
Lina SeidelMéridas erster Grüner Bio-Korridor verbindet Ökologie und Stadtleben auf 1,2 Kilometern
Mérida, Yucatán, präsentiert ersten Grünen Bio-Korridor
Mérida im Bundesstaat Yucatán hat seinen ersten Grünen Bio-Korridor eingeweiht – eine 1,2 Kilometer lange Verbindung zwischen wichtigen ökologischen Zonen und öffentlichen Räumen. Der Westliche Bio-Korridor ist Teil eines umfassenden Plans, um das städtische Leben zu verbessern und gleichzeitig Klimaherausforderungen zu begegnen. Die Behörden bezeichnen das Projekt als Vorbild dafür, wie Entwicklung und Umweltschutz in Einklang gebracht werden können.
Der Korridor verbindet den Archäo-Ökologischen Park des Westens mit dem Westlichen Ökopark und führt dabei durch den Yucalpetén-Park sowie den Los-Cantaritos-Park. Entlang der Strecke erwarten Anwohner und Besucher Wandgemälde, einen Sportplatz, einen Bestäubergarten und Aufforstungsflächen. Zudem wurden Habitatbäume, ein Mikro-Einzugsgebiets-Garten, ein Biofilter sowie Feuchtgebiets-Monitoringsysteme und informative Schilder integriert.
Bürgermeisterin Cecilia Patrón Laviada betonte die Bedeutung des Korridors für den Klimaschutz durch praktische Lösungen. Méridas Ansatz zeige, wie Städte wachsen könnten, ohne die Natur zu gefährden. Das Projekt folgt einem nationalen Trend: Seit 2021 wurden in Mexiko mindestens zwölf ähnliche Initiativen gestartet, darunter acht in Mexiko-Stadt, zwei städtische Wälder in Monterrey sowie je ein Projekt in Guadalajara und Puebla.
Neben den ökologischen Vorteilen dient der Bio-Korridor als urbanes Innovationslabor. Er fördert Umweltbildung, Bürgerwissenschaft und Gemeinschaftsengagement. Das Vorhaben ist eine gemeinsame Initiative des Stadtrats von Mérida, internationaler und lokaler Organisationen wie GIZ und REVIVE sowie privater Partner, darunter COMEX, CEMEX und die UNAM.
Der Westliche Bio-Korridor soll die städtische Hitze reduzieren, das Hochwassermanagement verbessern und die lokale Artenvielfalt schützen. Sein Design stärkt zudem Méridas Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimafolgen. Bei Erfolg könnte das Projekt weitere grüne Infrastrukturvorhaben in der Region anregen.






