Merkel verteidigt offene Grenzen 2015 und greift AfD scharf an
Altbundeskanzlerin Angela Merkel hat ihre Entscheidung aus dem Jahr 2015 verteidigt, während der Flüchtlingskrise die Grenzen offen zu halten. In einem aktuellen Interview kritisierte sie zudem die AfD und reflektierte über die Herausforderungen moderner politischer Debatten. Ihre Äußerungen betrafen Demokratie, Medienkritik und die Notwendigkeit von Kompromissen in der Regierungspolitik.
Merkel blieb bei ihrer Haltung, die deutschen Grenzen 2015 nicht geschlossen zu haben, und betonte, dass Flüchtlinge menschenwürdig und im Einklang mit deutschem Recht behandelt werden müssten. Sie bezeichnete Deutschland als eine starke Demokratie – selbst in schwierigen Lagen.
Deutlich machte sie, dass sie niemals mit der AfD zusammenarbeiten würde, und warf der Partei vor, populistische, fremdenfeindliche und hassgeladene Rhetorik zu verbreiten. Stattdessen unterstrich sie die Bedeutung von Kompromissen in der Politik und nannte diese essenziell, um Vielfalt zu gestalten und Mehrheiten zu bilden.
Die ehemalige Kanzlerin kritisierte zudem, wie sich die Medienberichterstattung seit den 1970er- und 1980er-Jahren zugespitzt habe. Aktuelle Streitigkeiten zwischen CDU/CSU und SPD würden ihrer Ansicht nach übermäßig dramatisiert. Gleichzeitig ermutigte sie Politiker, Debatten als Weg zu praktischen Lösungen zu nutzen.
Merkels Aussagen unterstreichen ihre langjährige Haltung zu Flüchtlingsrechten und ihre Ablehnung rechtsextremer Politik. Zugleich plädierte sie für sachlichere politische Diskussionen – trotz der Herausforderungen durch die gestiegene Medienaufmerksamkeit. Ihre Positionen prägen weiterhin die deutschen Debatten über Demokratie und Regierungsführung.






