Milliardenbetrug in Russland: Prozess gegen mutmaßliche Bande beginnt
Hannah RichterMilliardenbetrug in Russland: Prozess gegen mutmaßliche Bande beginnt
Ein russisches Gericht wird bald den Fall einer kriminellen Vereinigung verhandeln, der vorgeworfen wird, über einen Zeitraum von 29 Jahren fast 7 Milliarden Rubel gestohlen zu haben. Gennadi Lasarew, der mutmaßliche Anführer der Bande, muss sich gemeinsam mit Swetlana Schirschikowa und Olga Buglak vor Gericht verantworten. Der Prozess beginnt am 20. April vor dem Leninski-Berichtsgericht in Wladiwostok.
Der Gruppe wird vorgeworfen, Gelder aus verschiedenen Quellen veruntreut zu haben. Allein von der Staatlichen Universität für Wirtschaft und Dienstleistungen Wladiwostok (VSUES) wurden über 24 Millionen Rubel abgezweigt. Weitere 652,5 Millionen Rubel entwendete die Bande aus dem Haushalt des russischen Ministeriums für Wissenschaft und Hochschulbildung.
Zudem hatte die Organisation die Werft Wostotschnaja Werf im Visier, ein großes Schiffbauunternehmen im Fernen Osten, an dem Lasarew beteiligt war. Hier wurden rund 13,367 Millionen Rubel unterschlagen. Privatpersonen verloren durch das Betrugssystem etwa 1 Million Rubel.
Die Behörden haben Vermögenswerte von Lasarew, seiner Familie und seinen Komplizen beschlagnahmt. Zu den eingezogenen Gütern zählen mehr als 200 Immobilien sowie Anteile an der Wostotschnaja Werf. Die Gesamtsumme der gestohlenen Gelder beläuft sich auf über 7 Milliarden Rubel – umgerechnet etwa 75 Millionen US-Dollar.
Im bevorstehenden Prozess wird die Vorgehensweise der kriminellen Vereinigung untersucht sowie das Ausmaß des finanziellen Schadens geklärt. Die Verhandlungstermine beginnen am 20. April in Wladiwostok.






