Minnesotas Pläne für eine unabhängige Kontrollbehörde scheitern an politischen Grabenkämpfen
Mila VoigtMinnesotas Pläne für eine unabhängige Kontrollbehörde scheitern an politischen Grabenkämpfen
Pläne für eine neue unabhängige Kontrollbehörde in Minnesota stoßen auf Hindernisse
Ein Vorhaben zur Einrichtung einer neuen unabhängigen Aufsichtsbehörde in Minnesota ist ins Stocken geraten. Der Entwurf, der Betrug in öffentlichen Programmen bekämpfen soll, wurde am Montag im Haushalts- und Finanzausschuss des Repräsentantenhauses beraten, konnte jedoch nicht vorankommen. Die Abgeordneten bleiben in zentralen Fragen uneinig, während die Legislaturperiode ihrem Ende entgegengeht.
Das geplante Büro des Generalinspekteurs (Office of Inspector General, OIG) würde rund 16 Millionen US-Dollar für die Einrichtung kosten. In dieser Summe sind zusätzliche Ausgaben für andere Landesbehörden, die mit der neuen Behörde zusammenarbeiten sollen, noch nicht enthalten. Die Gesamtkosten für den Bundesstaat könnten schließlich auf 38 bis 60 Millionen US-Dollar steigen.
Republikaner und Demokraten im Repräsentantenhaus streiten seit Monaten über Teile des Plans. Ein zentraler Streitpunkt ist die Frage, ob die Behörde eine eigene Strafverfolgungsabteilung erhalten soll. Einige Demokraten argumentieren, dies würde bestehende Strukturen doppeln und jährlich zusätzliche 12,5 Millionen US-Dollar an laufenden Kosten verursachen.
Der OIG-Vorschlag war im vergangenen Jahr mit breiter überparteilicher Unterstützung im Senat des Bundesstaates verabschiedet worden. Im Repräsentantenhaus konnte jedoch noch keine Einigung erzielt werden. Unterdessen wurden am Montag andere Gesetzentwürfe zur Betrugsbekämpfung ohne Widerspruch angenommen.
Die Legislaturperiode endet planmäßig am 18. Mai, sodass nur wenig Zeit für weitere Verhandlungen bleibt. Ohne eine Lösung bleibt der Vorschlag blockiert. Der Haushalts- und Finanzausschuss brachte das Vorhaben nicht voran, und die Meinungsverschiedenheiten über Struktur und Finanzierung bestehen fort. Das Ergebnis hängt nun davon ab, ob die Abgeordneten bis zum Ende der Sitzungsperiode noch einen Kompromiss finden.






