Morgan Stanley startet Kryptohandel für Privatkunden über E*Trade
Morgan Stanley bietet nun Spot-Handel mit Kryptowährungen für Privatkunden an
Die US-Großbank Morgan Stanley hat über ihre Handelsplattform E*Trade den Spot-Handel mit Kryptowährungen für Privatkunden eingeführt. Der Schritt folgt auf die Lancierung eines Spot-Bitcoin-ETF (börsengehandelter Fonds) durch die Bank Ende 2022. Erste Zahlen deuten auf großes Investoreninteresse an den neuen Angeboten hin.
Der Spot-Bitcoin-ETF der Bank mit dem Kürzel MSBT ging im Oktober 2022 an den Start. Innerhalb der ersten sechs Handelstage verzeichnete er Nettozuflüsse in Höhe von 103 Millionen US-Dollar. Seitdem ist das verwaltete Vermögen des Fonds auf über 205 Millionen Dollar angewachsen.
Nun testet Morgan Stanley den Live-Handel mit Kryptowährungen auf ETrade. Ein Pilotprogramm läuft derzeit mit einer ausgewählten Kundengruppe. Bis Ende des Jahres soll der Service allen 8,6 Millionen ETrade-Nutzern zur Verfügung stehen.
Die Plattform erhebt eine Gebühr von 0,5 Prozent pro Kryptotransaktion. Kunden haben zudem die Möglichkeit, ihre Kryptobestände direkt in Anteile an börsengehandelten Produkten umzuwandeln, ohne sie verkaufen zu müssen. Diese Funktion soll Privatanlegern die Portfolioverwaltung erleichtern.
Darüber hinaus plant Morgan Stanley, im zweiten Halbjahr 2023 den Handel mit tokenisierten Aktien für institutionelle Kunden einzuführen. Die Bank, die in den USA das sechstgrößte verwaltete Vermögen betreut, baut ihr Angebot an digitalen Vermögenswerten weiter aus.
Die neuen Dienstleistungen markieren einen wichtigen Schritt in Morgan Stanleys Expansion im Bereich digitale Assets. Während Privatkunden auf E*Trade bald direkten Kryptohandel nutzen können, warten institutionelle Anleger auf tokenisierte Aktienoptionen. Das wachsende Volumen an kryptobezogenen Vermögenswerten der Bank deutet auf eine steigende Nachfrage nach diesen Produkten unter ihren Kunden hin.






