Mumbai setzt Marathi-Pflicht für Ladenschilder mit harten Strafen durch
Die Stadtverwaltung von Mumbai geht streng gegen Läden vor, die ihre Ladenschilder nicht auf Marathi anzeigen. Zwischen November 2023 und März 2026 leitete die Abteilung für Geschäfte und Betriebe des Brihanmumbai Municipal Corporation (BMC) Verfahren gegen 3.774 Unternehmen ein, die gegen diese Vorschrift verstoßen hatten. Die verschärften Kontrollen folgen einer stadtweiten Pflicht, wonach alle Betriebe die Schriftzeichen der Marathi-Devnagari-Schrift auf ihren Schildern führen müssen.
Die Beauftragten des BMC überprüften insgesamt 158.116 Betriebe in Mumbai. Dabei stellte sich heraus, dass 5.020 keine ordnungsgemäßen Schilder auf Marathi besaßen. Das Gesetz schreibt zudem vor, dass der Marathi-Text nicht kleiner sein darf als jede andere auf dem Schild verwendete Schrift.
Von den 3.774 eingeleiteten Verfahren wurden 3.114 bereits abgeschlossen. Den Verstößen wurde eine Frist von acht Tagen gesetzt, um ein konformes Schild anzubringen und eine Strafe zu zahlen. Wer sich frühzeitig an die Regelung hielt, konnte eine ermäßigte Gebühr entrichten – 981 Betriebe zahlten auf diese Weise insgesamt 9.928.000 Rupien (ca. 110.000 Euro).
Bisher hat der BMC Strafgelder in Höhe von 19.148.975 Rupien (ca. 212.000 Euro) eingenommen. Gegen die verbleibenden Fälle werden nun rechtliche Schritte erwogen. Unterdessen kritisiert die Maharashtra Navnirman Sena (MNS) die Durchsetzungsmethoden des BMC und stellt die gewählte Vorgehensweise bei der Umsetzung der Regelung infrage.
Die Kampagne des BMC hat zu Bußgeldern und der Einhaltung der Vorschriften durch tausende Betriebe geführt. Da die meisten Fälle bereits geklärt sind, rückt nun die Bearbeitung der verbleibenden Verstöße in den Fokus. Sollten Unternehmen weiterhin die Pflicht zur Anbringung von Marathi-Schildern ignorieren, sind weitere juristische Maßnahmen zu erwarten.






