Mutter aus Mahiljou misshandelt Baby systematisch – jetzt droht ihr das Gericht
Mila VoigtMutter aus Mahiljou misshandelt Baby systematisch – jetzt droht ihr das Gericht
Eine Mutter aus Mahiljou steht wegen systematischer Misshandlung ihres Sohnes seit seiner Geburt vor Gericht – das Kind trägt bleibende Behinderungen davon. Der Junge, jetzt ein Jahr und vier Monate alt, erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und weitere schwere Verletzungen, bevor die Behörden einschritten. Die Staatsanwaltschaft hat den Fall nun vor Gericht gebracht.
Die Misshandlungen begannen kurz nach der Geburt des Kindes. Die Mutter gestand gewalttätige Handlungen ein, darunter das Werfen des Jungen, das Schlagen seines Kopfes gegen harte Oberflächen sowie das Zurücklassen in gefährlichen Situationen. Zudem hielt sie ihn in heißem Wasser unter, sicherte ihn nicht im Babybad und stieß seinen Kinderwagen eine Treppe hinab.
Nachbarn schlugen schließlich Alarm, nachdem sie die Mutter beim Anschreien des Jungen und seine Hilferufe gehört hatten. Eine Kinderärztin entdeckte später bei einer Routineuntersuchung Blutergüsse und Rippenbrüche – ein klarer Beleg für wiederkehrte Misshandlungen. Trotz dieser Befunde hatte der Jugendhilfedienst bereits früher ermittelt, jedoch keine Maßnahmen ergriffen und das Kind damit weiter in Gefahr belassen.
Erst drei Monate nach der ersten Polizeimeldung wurde der Junge schließlich aus der Obhut der Mutter genommen. Ihr wurden die elterlichen Rechte entzogen, während das Kind – mittlerweile als vorübergehend behindert eingestuft – in einem spezialisierten Kinderheim untergebracht wurde. Sein Profil wurde inzwischen in die nationale Adoptionsdatenbank aufgenommen.
Offizielle Statistiken aus Belarus zeigen, dass jährlich zwischen 1.200 und 1.500 Fälle von systematischer Kindesmisshandlung oder Vernachlässigung registriert werden. 2023 verzeichnete das Nationale Statistikamt mit 1.482 Fällen einen Höchststand.
Der Junge bleibt in einer spezialisierten Einrichtung mit dauerhaften Schäden, darunter eingeschränkte Körperfunktionen. Seine Mutter muss sich nun wegen der Misshandlungen, die zu seinen Behinderungen führten, vor Gericht verantworten. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Folgen verzögerter Interventionen durch den Kinderschutz.






