29 April 2026, 18:39

Neue ETFs ermöglichen Wetten auf US-Wahlen – Start schon nächste Woche möglich

Infografik-Poster mit dem Titel "In America investieren", das Details zu den Investitionen in den USA, Arbeitsplätze, Investitionsarten und -zeitpläne mit unterstützenden Grafiken und Diagrammen enthält.

Neue ETFs ermöglichen Wetten auf US-Wahlen – Start schon nächste Woche möglich

Neue Art von ETFs könnte bereits nächste Woche auf den Markt kommen

Eine neue Generation von börsengehandelten Fonds (ETFs) könnte schon in der kommenden Woche an den Start gehen. Diese Fonds ermöglichen es Anlegern, über reguläre Brokerkonten auf politische Entwicklungen in den USA zu wetten. Der Schritt folgt auf einen Boom bei sogenannten Prognosemärkten – Plattformen wie Polymarket und Kalshi verzeichneten im März vergangenen Jahres ein Handelsvolumen von 24,3 Milliarden US-Dollar.

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Die Investmentfirma Roundhill Investments hat die Zulassung für sechs solche ETFs beantragt, die sämtlich an bevorstehende Wahlen geknüpft sind. Sollten sie genehmigt werden, wäre dies das erste Mal, dass prognosebasierte Produkte in den Mainstream der Geldanlage vordringen.

Die sechs von Roundhill vorgeschlagenen ETFs konzentrieren sich auf die Midterm-Wahlen 2026 sowie die Präsidentschaftswahl 2028. Vier der Fonds bilden die mögliche Kontrolle über Senat und Repräsentantenhaus ab, aufgeschlüsselt nach Parteien: der RPM Democratic Senate ETF, der RPM Republican Senate ETF, der RPM Democratic House ETF und der RPM Republican House ETF. Die beiden verbleibenden Fonds, der RPM Democratic President ETF und der RPM Republican President ETF, sind an den Ausgang des nächsten Rennen um das Weiße Haus gekoppelt.

Die Anträge, die für einen Start am 5. Mai datiert sind, reichen Roundhill nicht allein ein. Auch GraniteShares und Bitwise hatten im Februar ähnliche ETFs auf Basis von Prognosemärkten eingereicht – ein Zeichen für den wachsenden Wettbewerb in diesem Segment. James Seyffart, ETF-Analyst bei Bloomberg, erwartet, dass der Handel innerhalb weniger Tage beginnen könnte, und bezeichnet die Fonds als "die ersten ihrer Art".

Diese ETFs könnten Anleger ansprechen, die auf politische Entwicklungen wetten möchten, ohne auf spezialisierte Prognoseplattformen zurückgreifen zu müssen. Über klassische Brokerkonten wäre der Zugang deutlich einfacher, was den Markt für wahlbezogene Wetten deutlich erweitern könnte.

Mit der Einführung dieser ETFs würde sich die Welt der Prognosemärkte mit klassischen Anlageinstrumenten verbinden. Anleger könnten dann politische Ergebnisse neben Aktien und Anleihen handeln. Ob sich die Fonds langfristig durchsetzen, hängt jedoch von ihrer Zulassung und der anschließenden Handelsaktivität ab.

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