Neuer Staatssekretär für Berlins Kulturverwaltung nach Förderskandal ernannt
Lina SeidelNeuer Staatssekretär für Berlins Kulturverwaltung nach Förderskandal ernannt
Berlins Kulturverwaltung bekommt neuen Staatssekretär nach überraschendem Rücktritt
Nach einem plötzlichen Rücktritt hat die Berliner Senatsverwaltung für Kultur einen neuen Staatssekretär: Sarah Wedl-Wilson trat von ihrem Amt zurück, nachdem ein Gericht die unrechtmäßige Vergabe von Fördergeldern für Projekte gegen Antisemitismus festgestellt hatte. Noch am selben Tag wurde ihr Nachfolger, Alexander Straßmeir, ernannt – er trat sein Amt am Freitag an.
Der Wechsel erfolgte nach einem Bericht des Berliner Rechnungshofs, der Wedl-Wilson vorwarf, Mittel für mehrere Antisemitismus-Initiativen unrechtmäßig vergeben zu haben. Sie reichte daraufhin umgehend ihren Rücktritt ein, was den Weg für eine zügige Neubesetzung ebnete.
Straßmeir, ein ausgebildeter Verwaltungsjurist, wurde für die Position aus dem Ruhestand zurückgeholt. Seit 1989 arbeitet er in verschiedenen Funktionen für die Berliner Landesregierung, darunter von 2011 bis 2016 als Staatssekretär in der Justizverwaltung. Zudem war er für die Evangelische Kirche sowie die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz tätig.
Obwohl er nun wieder in den öffentlichen Dienst zurückkehrt, betonte Straßmeir, dass er das Amt nicht dauerhaft anstrebt. Wedl-Wilson selbst hatte ihn noch vor ihrem Ausscheiden als Nachfolger vorgeschlagen.
Mit der Ernennung kehrt ein erfahrener Beamter in die Berliner Verwaltung zurück. Straßmeir übernimmt nun die kulturpolitische Verantwortung in einer Behörde, die nach den jüngsten Förderskandalen unter besonderer Beobachtung steht. Seine erste Aufgabe wird es sein, nach der jüngsten Kontroverse wieder für Stabilität zu sorgen.






