Neues Blasorchesterprogramm in Regina sorgt für Streit unter Pädagogen
Hannah RichterNeues Blasorchesterprogramm in Regina sorgt für Streit unter Pädagogen
Die Schulbehörde Regina Public Schools führt im kommenden Herbst ein neues Blasorchesterprogramm für Sechstklässler ein. Der Plan hat jedoch Kritik von ehemaligen Lehrkräften und Musikverbänden ausgelöst. Sie argumentieren, dass die Änderungen die Möglichkeiten der Schüler eher einschränken als verbessern werden.
Nach dem überarbeiteten Modell werden die Sechstklässler etwa viermal im Jahr am alten Standort der Dieppe School am Blasorchesterunterricht teilnehmen. Die Behörde behauptet, dies werde Lehrkräften mehr Zeit geben, sich auf Kernfächer und Stundenpläne zu konzentrieren. Zudem betonen Verantwortliche, dass durch die Umstellung alle Sechstklässler Musikunterricht erhalten – und nicht wie bisher nur 41 Prozent.
Die ehemaligen Blasorchesterlehrer Gordon Kerfoot und Bev Brander sehen die Sache anders. Sie machen schlechte Führung und mangelnde Kommunikation für die Probleme verantwortlich. Ihre Bedenken gelten vor allem der neuen Struktur des Blasorchesterunterrichts in der sechsten Klasse, die sie als Schwächung des Programms bewerten.
Ein Schreiben, in dem der Schulrat aufgefordert wurde, die Pläne zu überdenken und vorerst auszusetzen, wurde eingereicht, fand jedoch keine Beachtung. Auch der Saskatchewan Band Association hat sich zu Wort gemeldet und erklärt, die Debatte drehe sich nicht um den Zugang zu Musikunterricht, sondern um dessen Qualität.
Aktuelle Daten zeigen, dass unter dem bisherigen System 60 Prozent der Schüler das Blasorchester innerhalb von zwei Jahren wieder verlassen. Die Schulbehörde betont zwar, die Bedürfnisse der Schüler hätten Vorrang, doch die Kritiker bleiben skeptisch.
Trotz anhaltender Opposition wird das Programm wie geplant in diesem Herbst starten. Die Sechstklässler erhalten dann zentralisiert viermal im Jahr Blasorchesterunterricht. Die Behörde hält an ihrer Entscheidung fest, während ehemalige Lehrkräfte und Musikförderer weiterhin auf Änderungen drängen.






