Neues Buch wirft Prinz Harry Manipulation und radikalen Wandel nach Treffen mit Meghan vor
Lina SeidelNeues Buch wirft Prinz Harry Manipulation und radikalen Wandel nach Treffen mit Meghan vor
Ein neues Buch des Enthüllungsjournalisten Tom Bower behauptet, dass sich das Verhalten von Prinz Harry nach Beginn seiner Beziehung mit Meghan Markle dramatisch verändert habe. In seinem jüngsten Werk "Verrat" knüpft Bower an seinen früheren Bestseller über das Paar an, der ebenfalls große Aufmerksamkeit erregte. Unterdessen wies ein Sprecher der beiden Bowers Darstellungen als voreingenommen und besessen zurück.
Die Veröffentlichung des Buches fällt in eine Phase, in der die gemeinnützige Stiftung des Paares, Archewell, zunehmend wegen ihrer Finanzen und Arbeitsweise in die Kritik gerät.
Laut "Verrat" wurde Harrys Persönlichkeit nach der Begegnung mit Meghan extremer, wobei Freunde und Familie einen deutlichen Wandel bemerkt hätten. Er soll den Kontakt zu langjährigen Weggefährten abgebrochen haben – selbst seine Telefonnummer habe er ohne Information der Angehörigen geändert, um sich ihren Wünschen anzupassen. Königin Camilla soll einer Vertrauten gegenüber geäußert haben, Meghan habe Harry vor ihrem Rückzug aus den königlichen Pflichten 2020 "manipuliert".
Das Buch legt zudem nahe, dass Prinz William und Catherine in Meghan eher eine Bedrohung als eine Verbündete sahen. Diese Behauptungen reiht sich in jahrelange Boulevard-Spekulationen über Spannungen zwischen den beiden royalen Paaren ein.
Unabhängig davon steht die Archewell Foundation der Sussexes seit ihrer Gründung 2020 zunehmend in der Kritik. Medienberichte bis 2026 wiesen auf finanzielle Misswirtschaft hin: Steuerunterlagen zeigten, dass 2023 nur 11 Prozent der Spenden tatsächlich gemeinnützigen Zwecken zugutekamen. Die Organisation verpasste 2025 Fristen des US-Finanzamts (IRS) und erhielt den Status "säumig", zudem kam es zu Entlassungen wegen geringer Aktivität. Britische Medien wie die "The Times" berichteten über verärgerte Spender, während US-Sender wie Fox News von einem "Sussex-Schwarzgeldtopf" sprachen. Die Probleme der Stiftung stehen in krassem Gegensatz zu ihren ursprünglichen humanitären Versprechen.
Bowers Buch entfacht die Debatte über den Rückzug der Sussexes aus dem Königshaus und ihre anschließenden Projekte neu. Ein Sprecher des Paares stellte bereits die Glaubwürdigkeit des Autors infrage und bezeichnete dessen Fokus auf sie als "krankhafte Fixierung". Gleichzeitig verschärfen die finanziellen Schwierigkeiten von Archewell und der schwindende öffentliche Rückhalt die anhaltende Prüfung von Harrys und Meghans Aktivitäten nach ihrem Royal-Ausstieg.