Neues US-Gesetz droht Migranten nach Angriffen auf Diensthunde mit Abschiebung
Mila VoigtNeues US-Gesetz droht Migranten nach Angriffen auf Diensthunde mit Abschiebung
Ein neuer Gesetzentwurf, der sich gegen Personen richtet, die Diensttiere der Strafverfolgungsbehörden verletzen, hat im Kongress Fortschritte gemacht. Der vorgeschlagene Gesetzestext folgt auf einen Vorfall aus dem Jahr 2025, bei dem ein Migrant einen Diensthund der Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) namens Freddie verletzte. Befürworter argumentieren, das Gesetz schließe rechtliche Lücken, während Kritiker es als überflüssig bezeichnen.
Der Gesetzentwurf zur Ächtung von Angriffen auf offizielle Diensttiere (BOWOW Act, H.R. 4638) wurde vom Abgeordneten Ken Calvert (Republikaner, Kalifornien) eingebracht. Er sieht vor, dass Migranten, die wegen der Verletzung von Diensttieren verurteilt werden oder eine solche Tat eingestehen, als unzulässig für den Aufenthalt gelten und abgeschoben werden können. Der Anstoß für das Gesetz kam, nachdem ein ausländischer Staatsbürger Freddie, einen Sprengstoffspürhund, während einer Kontrolle an einem US-Einreisepunkt getreten hatte.
Der Hund hatte die Beamten zuvor auf verbotene Gegenstände im Gepäck des Reisenden aufmerksam gemacht. Der Angreifer wurde später abgeschoben, doch nun fordern Abgeordnete strengere Regelungen. Der Republikaner Tom McClintock (Kalifornien) behauptete, der Entwurf werde Abschiebungen in solchen Fällen beschleunigen.
Widerstand regte sich während der Abstimmung im Repräsentantenhaus: Der Demokrat Jamie Raskin (Maryland) argumentierte, das Gesetz sei überflüssig, da bestehende Vorschriften bereits die Abschiebung des Täters ermöglicht hätten. Dennoch unterstützten 15 demokratische Abgeordnete den Entwurf – entgegen dem Widerstand der Minderheitenführung – und verhalfen ihm so zur Mehrheit.
Aktuell sind rund 5.100 Diensthunde bei Bundesbehörden im Einsatz, vor allem zur Aufspürung von Sprengstoff, Drogen und landwirtschaftlichen Schadstoffen. Stand 19. März 2026 hat noch kein US-Bundesstaat offiziell zum Gesetzentwurf Stellung bezogen, der weiterhin auf Bundesebene geprüft wird.
Der BOWOW Act durchläuft nun die nächsten Schritte im Gesetzgebungsverfahren. Sollte er verabschiedet werden, würde er einen spezifischen Abschiebemechanismus für Personen schaffen, die Diensttiere verletzen. Über das weitere Schicksal des Entwurfs entscheiden künftige Abstimmungen und eine mögliche Prüfung durch den Senat.






