New Yorker Bürgermeister Mamdani reformiert nach 100 Tagen im Stil La Guardias
Lina SeidelNew Yorker Bürgermeister Mamdani reformiert nach 100 Tagen im Stil La Guardias
New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani setzt nach 100 Tagen im Amt auf mutige Reformen im Stil Fiorello La Guardias
New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani hat seine ersten 100 Tage im Amt mit einer ehrgeizigen Agenda geprägt, die sich an Fiorello La Guardias Führung während der Weltwirtschaftskrise orientiert. Der selbsternannte demokratische Sozialist setzt sich vor allem für die Bewältigung der Lebenshaltungskrisen ein – mit weitreichenden Reformen und milliardenschweren Finanzierungsvereinbarungen.
Ein zentrales Vorhaben ist sein Plan für eine flächendeckende Kinderbetreuung, für den Mamdani 1,2 Milliarden US-Dollar an Landesmitteln sicherte. Über die Umsetzung sprach er mit dem früheren Präsidenten Barack Obama, um Unterstützung für die stadtweite Einführung zu gewinnen.
In seinen ersten Amtsmonaten bezeichnete Mamdani grundlegende kommunale Dienstleistungen als "Schlagloch-Politik" – ein Symbol für pragmatische Lösungen neben großen Reformen. Ein wichtiger Erfolg war der Kompromiss mit Gouverneurin Kathy Hochul über eine Steuer auf Zweitwohnungen (pied-à-terre), die Luxusimmobilien gezielt belasten und zusätzliche Einnahmen generieren soll.
Zudem kündigte er an, in La Marqueta, einem öffentlichen Markt, der 1936 von La Guardia eröffnet wurde, städtische Lebensmittelgeschäfte einzurichten. Das Projekt soll die steigenden Lebensmittelpreise bekämpfen und erinnert an La Guardias direkten Ansatz in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.
Doch Mamdani hat auch einige Wahlkampfpositionen angepasst: Er unterstützt nun die direkte Kontrolle des Bürgermeisters über die Schulen und hat die Räumungen obdachloser Camps wiederaufgenommen – ein Kurswechsel gegenüber seinen früheren Standpunkten.
Seine ersten 100 Tage zeigen einen ambitionierten Kurs, der La Guardias Erbe mit modernen progressiven Ideen verbindet. Die 1,2 Milliarden für die Kinderbetreuung und die Pläne für städtische Supermärkte sind konkrete Schritte, während der Steuerkompromiss und politische Korrekturen seine pragmatische Seite unter Beweis stellen.






