New Yorker Diözese startet zweite Phase der rassischen Wiedergutmachung
Hannah RichterNew Yorker Diözese startet zweite Phase der rassischen Wiedergutmachung
Die Diözese New York ist in die zweite Phase ihres Programms zur rassischen Wiedergutmachung eingetreten. Ein neuer Bericht skizziert Pläne für Bildungsinitiativen, Gemeinschaftsinvestitionen und spirituelle Wiedergutmachung. Die Bemühungen bauen auf jahrelanger Vorarbeit auf, darunter finanzielle Zusagen und die Aufarbeitung historischer Ungerechtigkeiten.
Die Moses-Kommission der Diözese prüfte Wiedergutmachungsmodelle anderer Institutionen, bevor sie ihre Empfehlungen finalisierte. Seit 2019 wurden fast 1,2 Millionen US-Dollar für das Vorhaben bereitgestellt. 2022 verteilte die Diözese Maryland 175.000 Dollar an Wiedergutmachungszahlungen, während das Virginia Theological Seminary bereits ein Jahr zuvor einmalige Entschädigungen an Nachfahren versklavter Menschen auszahlte.
Der Bericht schlägt einen dreigliedrigen Ansatz vor: die Aufklärung der Gemeinden, die Förderung von Projekten unter schwarzer Führung sowie die Auseinandersetzung mit Wiedergutmachung durch spirituelle Reflexion. Den Gemeinden werden Videolehrmaterialien und geführte Pilgerreisen zu historischen Stätten angeboten. Zudem erhalten sie Unterstützung, um eigene Verbindungen zur Sklaverei und rassistischen Ungerechtigkeit zu erforschen.
Drei "Zentren für reparative Gemeinschaftsarbeit" sollen in schwarzen Gemeinden entstehen. Diese Knotenpunkte werden lokale Projekte auswählen und durchführen, die darauf abzielen, historisches Unrecht zu beheben. Die Kommission besteht darauf, schwarze Stimmen in den Mittelpunkt zu stellen, und schreibt vor, dass im Vorstand stets mindestens sechs schwarze Mitglieder vertreten sein müssen.
Die Treuhänder wurden aufgefordert, den Wiedergutmachungsfonds zu überprüfen und auszubauen, um die langfristige finanzielle Absicherung der Initiative zu gewährleisten.
Als nächste Schritte plant die Diözese die Umsetzung der Bildungsprogramme und die Einrichtung der Gemeinschaftszentren. Schwarze Gemeinden werden die Auswahl der reparativen Projekte leiten. Die Empfehlungen des Berichts zielen darauf ab, die Beteiligung in der gesamten Diözese zu vertiefen und gleichzeitig finanzielle sowie strukturelle Verantwortung zu wahren.






