Nils von der Kall führt "Die Zeit" mit radikaler Neuausrichtung zum Erfolg
Lina SeidelNils von der Kall führt "Die Zeit" mit radikaler Neuausrichtung zum Erfolg
"Die Zeit" hat eine neue Führungsspitze
Seit Februar 2023 lenkt Nils von der Kall als Vorstandsvorsitzender die Geschicke von "Die Zeit" – er folgte damit auf Rainer Esser, der das Verlagshaus über Jahre hinweg geprägt hatte. Unter der neuen Führung verzeichnet das Blatt bereits jetzt Rekordzahlen bei den Abonnements.
Von der Kall trat sein Amt mit einer klaren Vision an. Seine Position bezeichnete er als "grundlegend anders" als alle bisherigen – sie verleiht ihm die letzte Entscheidungsgewalt über den Verlag. Als erste Maßnahme ließ er sämtliche Geschäftsbereiche überprüfen, ein deutliches Signal für einen Bruch mit alten Gepflogenheiten.
Die Medienlandschaft befindet sich im Umbruch, und für "Weiter so" sieht er keinen Spielraum. Zwar belasten schwache Werbeeinnahmen die Bilanz, doch von der Kall bleibt fokussiert auf eine langfristige Strategie. Sein Ziel: "Die Zeit" soll auch über das Jahr 2030 hinaus nachhaltig erfolgreich bleiben.
Statt den Status quo lediglich zu bewahren, will der neue Chef eigene Akzente setzen. Er hat betont, dass die Branche vor tiefgreifenden strukturellen Veränderungen stehe – und dies entschlossenes Handeln erfordere.
Die ersten Erfolge geben ihm recht: Die Abonnentenzahlen klettern auf noch nie dagewesene Höhen. Mit seiner strategischen Neuausrichtung und langfristigen Planung will von der Kall die Zukunft von "Die Zeit" in einer sich wandelnden Medienwelt sichern. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie seine Führung das Haus prägt.






