Notstand in Nowosibirsk: Tollwut und Pasteurellose zwingen zu Massenkeulungen bei Rindern
Mila VoigtNotstand in Nowosibirsk: Tollwut und Pasteurellose zwingen zu Massenkeulungen bei Rindern
In der Region Nowosibirsk wurde wegen Ausbrüchen von Tollwut und Pasteurellose unter Rindern der Notstand ausgerufen. Die Regionalregierung hat 200 Millionen Rubel bereitgestellt, um die Lage in den Griff zu bekommen, die bereits zu Keulungen in mehreren Gebieten geführt hat. Die seit Februar geltenden Beschränkungen für Viehbestände und tierische Erzeugnisse bleiben bestehen und belasten sowohl lokale Landwirte als auch den internationalen Handel.
Die ersten Fälle wurden Anfang Februar bestätigt, woraufhin umgehend in sechs Siedlungen Restriktionen verhängt wurden. Bis zum 19. März waren die Keulungsmaßnahmen in drei dieser Gebiete abgeschlossen. Landwirte, deren Tiere getötet werden mussten, erhalten nun Entschädigungen sowie monatliche Zahlungen, um ihre Bestände wieder aufzubauen.
Auch Nachbarländer haben reagiert: Kasachstan verhängte vorübergehende Einfuhrverbote für russisches Vieh, unbehandeltes Futter und tierische Produkte. An den veterinärmedizinischen Kontrollpunkten gelten strenge Auflagen, darunter Desinfektionen von Fahrzeugen, Ladungskontrollen und lückenlose Rückverfolgbarkeit. Bei Verstößen werden die Lieferungen an den Absender zurückgeschickt.
Belarus zog am 13. März nach und beschränkte die Einfuhren von Vieh und tierischen Erzeugnissen aus Russland. Die EU hingegen hält ihre bestehenden Maßnahmen aufrecht, die Russland und Belarus von bestimmten Handelsregelungen ausschließen, um Abhängigkeiten zu verringern.
In der Region Nowosibirsk bleiben die Beschränkungen in Kraft, während die Keulungen und Entschädigungszahlungen weiterlaufen. Kasachstan und Belarus setzen ihre Einfuhrverbote fort, und die EU hält an ihren Handelsbeschränkungen fest. Die bereitgestellten Mittel und Notfallmaßnahmen sollen die Ausbreitung der Infektionen eindämmen und betroffene Landwirte unterstützen.






