NYU-Dozenten streiken für faire Löhne und mehr Mitsprache
Nicht planmäßig angestellte Lehrkräfte der New York University streiken seit Montagmorgen
Nach monatelangen Verhandlungen traten nicht planmäßig angestellte Dozenten der New York University (NYU) am Montagmorgen in den Ausstand. Rund 950 Mitglieder der Gewerkschaft Contract Faculty United Union legten um 11 Uhr die Arbeit nieder und forderten höhere Löhne sowie mehr Mitspracherecht bei akademischen Entscheidungen. Die Universität hatte zuvor eine Einigung im Rahmen einer Vermittlung angestrebt, doch bis zum Ablauf der Frist blieb eine Lösung aus.
Ursprünglich sollte der Streik bereits um 8 Uhr beginnen, doch die Gewerkschaft verschob ihn um drei Stunden, um weitere Gespräche zu ermöglichen. Da keine Einigung zustande kam, setzten die Lehrkräfte den Arbeitskampf wie angekündigt um. Etwa ein Viertel der Lehrveranstaltungen an der NYU war betroffen, wobei einige Kurse durch Vertretungskräfte abgehalten oder ins Netz verlagert wurden.
Die Universitätsleitung hatte den Streik als unnötig bezeichnet, da man seit Januar mit einem unabhängigen Vermittler verhandle. Gleichzeitig versprach sie, die Studierenden während des Ausstands akademisch zu unterstützen. Die Gewerkschaft hingegen verwies auf langjährige Ungleichheiten bei der Bezahlung zwischen planmäßig und nicht planmäßig angestellten Lehrkräften sowie auf die Forderung nach stärkerer Beteiligung an Hochschulentscheidungen.
Noch am selben Tag einigten sich beide Seiten vorläufig auf einen Kompromiss, der den Streik beendete. Die NYU bot erhebliche Lohnerhöhungen an, die zu den höchsten Mindestgehältern im Sektor führen sollen, sowie verbesserte Sozialleistungen, um die zentralen Forderungen der Gewerkschaft zu erfüllen.
Mit der Vereinbarung endet der Arbeitskampf nach nur wenigen Stunden der Unterbrechung. Die Lehrkräfte werden die Bedingungen nun prüfen, bevor sie formal abgesegnet werden. Mit dem Abschluss der Verhandlungen soll der Lehrbetrieb in Kürze wieder normal laufen.






