31 May 2026, 06:00

Olympiasieger Christoph Harting wechselt von der Asche in die Berliner Politik

Christoph Harting: "Links ist die richtige Wahl f"r mich"

Olympiasieger Christoph Harting wechselt von der Asche in die Berliner Politik

Der ehemalige Olympische Diskus-Champion Christoph Harting steigt in die Politik ein und kandidiert für die Linke bei den anstehenden Berliner Abgeordnetenhauswahlen. Er tritt im Wahlkreis Lichtenberg 1 an und bringt dabei seine Erfahrungen als Spitzensportler und ehemaliger Bundespolizist in den Wahlkampf ein.

Harting hat sich wiederholt gegen Berlins Bewerbung um die Austragung der Olympischen Spiele ausgesprochen. Er wirft der Initiative vor, vor allem von politischen Motiven getrieben zu sein, statt der Stadt einen echten Nutzen zu bringen. Sein zufolge war das einzige positive Ergebnis des Bewerbungsprozesses eine detaillierte Bestandsaufnahme der Berliner Sportinfrastruktur.

Der zweifache Olympiasieger übt scharfe Kritik am aktuellen Zustand des Sports in der Hauptstadt. Das System sei „am Boden, völlig heruntergewirtschaftet, vernachlässigt und sich selbst überlassen“, so Harting. Ein weiterer Schwerpunkt seines Wahlkampfs liegt auf der Verteidigung der Rechte sozial benachteiligter Gruppen – ein Anliegen, für das er sich bereits seit Langem einsetzt.

Über die Sportpolitik hinaus zeigt sich Harting besorgt über den wachsenden Zuspruch für die rechtspopulistische AfD. Seine Kandidatur ist Ausdruck seines Engagements, politischen Entwicklungen entgegenzutreten, die er als gefährlich erachtet.

Mit Harting gewinnt die Linke vor der Wahl im September einen prominenten Namen für ihre Liste. Sein Hintergrund als Leistungssportler und Polizeibeamter hebt ihn von klassischen Politikern ab. Die Wahl wird zeigen, ob seine Forderungen nach Sportreformen und sozialer Gerechtigkeit bei den Wählerinnen und Wählern in Lichtenberg auf Resonanz stoßen.

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