25 March 2026, 12:37

Österreich gibt 325.000 Tonnen Rohöl aus strategischen Reserven frei – um Marktstabilität zu sichern

Eine Balkendiagrammdarstellung von Europas Prozentanteil an Naturgasimporten aus Russland mit Textangaben zu Investitionsprozenten.

Österreich gibt 325.000 Tonnen Rohöl aus strategischen Reserven frei – um Marktstabilität zu sichern

Österreich hat die Freigabe von 325.000 Tonnen Rohöl aus seinen strategischen Reserven genehmigt. Die Entscheidung erfolgt im Rahmen einer abgestimmten internationalen Aktion der Internationalen Energieagentur (IEA), um die Ölmärkte angesichts der steigenden Spannungen im Nahen Osten zu stabilisieren.

Der Beschluss, der am 25. März 2026 vom Hauptausschuss des Nationalrats abgesegnet wurde, umfasst 13 Prozent der österreichischen Gesamtreserven – genug, um den nationalen Verbrauch für etwa elf Tage zu decken. Das freigegebene Rohöl wird ausschließlich auf dem heimischen Markt zu aktuellen Marktpreisen verkauft. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) begründete die Wahl von Rohöl statt raffinierter Produkte damit, dass so Verarbeitungszeit gewonnen und Lagerkapazitäten für mögliche Engpässe erhalten bleiben könnten.

Eine erste Tranche von 65.000 Tonnen soll bereits im April auf den Markt kommen. Die Maßnahme ist Teil einer größeren IEA-Initiative, die weltweit 400 Millionen Barrel freisetzen will, um die Versorgungslage zu entlasten.

Aus den Reihen der Opposition gibt es Kritik. FPÖ-Abgeordneter Paul Hammerl hinterfragte den Zeitplan für die Wiederaufstockung der Reserven sowie das Risiko finanzieller Verluste. Auch der Grüne Mandatar Lukas Hammer äußerte Bedenken hinsichtlich der Zweckmäßigkeit der Freigabe und der Fähigkeit der OMV, die zusätzlichen Mengen zu bewältigen.

Zur Verteidigung der Entscheidung warf der ÖVP-Energiesprecher Laurenz Pöttinger der FPÖ vor, politische Opposition über internationale Verpflichtungen und Versorgungssicherheit zu stellen. Gleichzeitig verwies ein Ministeriumsexperte auf eine bevorstehende EU-Richtlinie, die Fristen für die Wiederaufüllung festlegen werde, und zeigte sich zuversichtlich, dass Österreich die Reserven ohne Verluste wiederherstellen könne.

Die Freigabe reiht sich in die übergeordnete Strategie der IEA ein, um Marktinstabilitäten entgegenzuwirken. Zwar ist der genaue Zeitrahmen für die Neubestückung noch offen, doch versicherten Beamte, dass man künftige EU-Vorgaben einhalten werde.

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Trotz der beträchtlichen Menge von 325.000 Tonnen verbleiben Österreich damit noch 87 Prozent seiner 90-Tage-Strategiereserve.

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