Paapa Essiedu trotzt rassistischen Hassattacken als neuer Severus Snape
Hannah RichterPaapa Essiedu trotzt rassistischen Hassattacken als neuer Severus Snape
Paapa Essiedu wurde für die Rolle des Severus Snape in der anstehenden Harry-Potter-Neuverfilmung von HBO gecastet. Die Bekanntgabe im April 2025 löste eine Welle rassistischer Beleidigungen und Todesdrohungen im Netz aus. Trotz des Gegenwinds bleibt Essiedu entschlossen, dem ikonischen Charakter seine eigene Interpretation zu verleihen.
Die Harry-Potter-Serie, die jedes der Bücher von J.K. Rowling in eine vollständige Staffel umsetzen soll, steht seit der Besetzung Essiedus in der Kritik. Fans in den sozialen Medien haben den Schauspieler mit rassistischen Kommentaren angegriffen und seine schwarze Hautfarbe im Vergleich zur weißen Darstellung der Figur in den Originalbüchern kritisiert. Die Hetze ging über simples Online-Mobbing hinaus: Essiedu erhielt direkte Todesdrohungen, darunter Nachrichten wie "Ich komme zu dir nach Hause und bringe dich um" auf Instagram.
Essiedu hat offen über die emotionale Belastung durch die Hasskampagne gesprochen. Zwar gibt er zu, dass ihn die Angriffe treffen, doch einen Rückzug von der Rolle lehnt er ab. Repräsentation ist für ihn ein zentrales Anliegen – er möchte, dass junge Zuschauer:innen sich in Figuren wie Snape wiederfinden. Der Schauspieler tritt damit in die Fußstapfen von Alan Rickman, der die Figur ursprünglich in der Filmreihe verkörperte, doch Essiedu strebt eine eigene Prägung der Rolle an.
Die Ablehnung gegen Essiedus Besetzung fällt heftiger aus als bei früheren Kontroversen rund um Harry-Potter-Adaptionen. Unbeirrt von den Drohungen und rassistischen Angriffen bereitet er sich weiter auf die Rolle vor. Die Serie verspricht eine frische Perspektive auf die geliebten Bücher, wenn sie anläuft.






