Pennsylvania hält an Online-Verbot für Wählerdaten fest – Gericht bestätigt Entscheidung
Lina SeidelPennsylvania hält an Online-Verbot für Wählerdaten fest – Gericht bestätigt Entscheidung
Ein Bundesrichter in Harrisburg hat das Verbot Pennsylvanias bestätigt, Wählerdaten online zu veröffentlichen. Das Urteil fiel nach einem Streit über den Zugang zur vollständigen Wählerdatenbank des Bundesstaates. Der Staatssekretär des Commonwealth, Al Schmidt, hatte sich geweigert, die Informationen an eine Gruppe herauszugeben, die sie veröffentlichen wollte.
Der Fall begann, als die Voter Reference Foundation im Jahr 2024 die vollständige Wählerdatenbank Pennsylvanias (Full Voter Export List) anforderte. Schmidt lehnte den Antrag ab und berief sich dabei auf das Internet Sharing Ban des Bundesstaates, das die Online-Veröffentlichung von Wählerverzeichnissen untersagt. Die Organisation, die auf ihrer Website Wählerdaten – darunter Namen, Adressen und Parteizugehörigkeiten – veröffentlicht, verklagte Schmidt daraufhin wegen Vorenthaltens der Unterlagen.
Am 23. April 2023 entschied Richter Joseph Sapotiro zugunsten Schmidts. Er stellte fest, dass die Weigerung nicht gegen den National Voter Registration Act (NVRA) verstößt. Sapotiro argumentierte, das Gesetz verlange lediglich, dass Wählerdaten für die öffentliche Einsichtnahme zugänglich seien – nicht jedoch für eine uneingeschränkte Online-Verbreitung.
Die Entscheidung steht im Gegensatz zu früheren Urteilen der Berufungsgerichte des First und Tenth Circuit, die den NVRA weiter auslegten und eine breitere Verbreitung von Wählerinformationen erlaubten. Dennoch stützte sich Sapotiro auf die eigenen Regelungen Pennsylvanias in dieser Angelegenheit.
Obwohl die Wählerliste weiterhin vor Ort eingesehen werden kann, verhindert das Verbot des Bundesstaates eine Veröffentlichung im Internet. Die Voter Reference Foundation beharrt darauf, dass Wähler ein gesetzliches Recht auf Zugang zu diesen Daten in einem transparenten und leicht zugänglichen Format hätten.
Das Urteil sorgt vorerst dafür, dass Pennsylvanias Wählerdaten offline bleiben. Sapotiros Auslegung des NVRA beschränkt den öffentlichen Zugang auf die persönliche Einsichtnahme. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Meinungsverschiedenheiten darüber, wie Wählerinformationen in den verschiedenen Bundesstaaten geteilt werden sollten.






