PensionBee fordert 10-Tage-Garantie für schnellere Rentenübertragungen und warnt vor Benachteiligung
Hannah RichterPensionBee fordert 10-Tage-Garantie für schnellere Rentenübertragungen und warnt vor Benachteiligung
PensionBee drängt auf schnellere und transparentere Rentenübertragungen und warnt, dass halbherzige Reformen Sparer benachteiligen könnten. Die Kampagne des Unternehmens für eine 10-Tage-Rentenwechsel-Garantie stößt auf breite Unterstützung: Fast 17.000 Menschen haben eine entsprechende Petition an das Parlament unterzeichnet.
Lisa Picardo, Geschäftsführerin UK von PensionBee, betont, dass Verzögerungen und Inkonsistenzen bei Übertragungen Verbraucher daran hindern, ihre Altersvorsorge effektiv zu verwalten.
Der Reformaufruf erfolgt vor dem Hintergrund einer Studie, laut der 63 Prozent der Sparer der Meinung sind, dass langsame Rentenübertragungen ihre Planung für den Ruhestand erschweren. Ein equally hoher Anteil befürwortet eine gesetzlich festgelegte Höchstdauer für Überträge. Viele Verzögerungen entstehen in betrieblichen Versorgungswerken, die von The Pensions Regulator (TPR) beaufsichtigt und von externen Verwaltungsstellen abgewickelt werden – Bereiche, in denen die Financial Conduct Authority (FCA) keine direkte Aufsicht hat.
PensionBee fordert eine universelle 10-Arbeitstage-Garantie für Übertragungen in allen beitragsdefinierten Rentenplänen (DC-Schemata) und bei allen Verwaltungsstellen. Zudem soll der digitale Standardtransfer eingeführt und die Übertragungsdauer als zentraler Service-Indikator veröffentlicht werden. Das Unternehmen schlägt außerdem Änderungen der Transfer-Verordnung von 2021 vor, um den Prozess zu vereinfachen.
Picardo unterstrich, dass Sparer schnelle, sichere und barrierefreie Übertragungen erwarten – unabhängig davon, welche Behörde ihre Rente reguliert. Sie warnte, dass Teilreformen ein zersplittertes System schaffen könnten, das zu Verwirrung und Ineffizienz führt. Stattdessen plädiert PensionBee für einen einheitlichen Übertragungsrahmen, an dem das Ministerium für Arbeit und Renten (DWP), die FCA und der TPR mitwirken.
Das Unternehmen fordert die FCA zudem auf, etwaige neue Transferregeln auf den gesamten britischen Rentenmarkt auszuweiten. Andernfalls drohe ein Zwei-Klassen-System, in dem einige Verbraucher mit langsameren und weniger zuverlässigen Dienstleistungen das Nachsehen hätten.
Die Kampagne spiegelt die wachsende Unzufriedenheit unter Sparern wider, insbesondere bei Plänen, die nicht direkt der FCA unterstehen. Würden die vorgeschlagenen Reformen umgesetzt, ließen sich Übertragungszeiten standardisieren und die Transparenz in der Branche deutlich verbessern. Der nächste Schritt hängt davon ab, ob Aufsichtsbehörden und Politiker eine gemeinsame Linie finden.