Philadelphias Steuerstreit: Soll Uber die Schulen retten oder Bürger belasten?
Hannah RichterPhiladelphias Steuerstreit: Soll Uber die Schulen retten oder Bürger belasten?
Steuer auf Fahrtenvermittlung in Philadelphia löst hitzige Debatte aus
Nach einer öffentlichen Haushaltsanhörung am Mittwoch hat der geplante Steueraufschlag auf Fahrtenvermittlungsdienste in Philadelphia eine kontroverse Diskussion ausgelöst. Der von Bürgermeisterin Cherelle Parker unterstützte Vorschlag soll 48 Millionen Pfund für das finanziell angeschlagene Schulwesen der Stadt einbringen. Doch Anwohner und Unternehmen sind uneins über die Auswirkungen auf Haushalte und lokale Dienstleistungen.
Während der Sitzung äußerten Bürger auch Besorgnis über jüngste Schulschließungen und Entlassungen von Lehrkräften – es war die erste größere Versammlung, seit der Schulausschuss beschlossen hatte, über ein Dutzend Schulen zu schließen.
Parkers Steuer würde eine Gebühr auf Fahrten mit Uber und Lyft erheben, um Mittel bereitzustellen, die die Versetzung von 340 Lehrern und Mitarbeitern verhindern sollen. Die Maßnahme findet Unterstützung bei Schülern wie Atiya Gant, die die Abgeordneten aufforderte, sie zu verabschieden. Sie argumentierte, dass das Geld die psychische Gesundheit und Bildung von Kindern verbessern würde.
Doch der Widerstand bleibt stark. Kleine Unternehmen kritisierten die Steuer und verwiesen auf den Wegfall der BIRT-Befreiung als zusätzliche finanzielle Belastung. Uber und Lyft kündigten an, die Kosten direkt an die Fahrgäste weiterzugeben. Gleichzeitig warnte der Schüler Cortez Fox, dass die Abgabe Philadelphier unangemessen belasten könnte, die bereits unter wirtschaftlichem Druck stehen.
Während der Anhörung lobte Olivia Hommel, Schülerin der Science Leadership Academy, ihre Lehrerin Ms. Schowalter – eine von vielen Pädagoginnen, die aufgrund von Kürzungen nicht zurückkehren werden. Die emotionalen Zeugenaussagen machten die realen Folgen der finanziellen Not des Schulbezirks deutlich.
Der Stadtrat hat nun bis Ende Juni Zeit, den Haushalt final zu beschließen. Die Abgeordneten prüfen noch immer den umstrittenen Infrastrukturplan des Schulausschusses, der weitere Schließungen und Zusammenlegungen vorsieht.
Die Steuer auf Fahrtenvermittlung bleibt ein Streitpunkt, während die Frist für den Haushalt näher rückt. Sollte sie verabschiedet werden, würde sie wichtige Bildungsstellen finanzieren und weitere Personalabbau verhindern. Kritiker argumentieren jedoch, dass sie die Kosten für Bürger und Unternehmen erhöhen könnte, die bereits unter finanzieller Belastung leiden.
Die Entscheidung des Stadtrats wird sowohl die Zukunft des Schulbezirks als auch die täglichen Ausgaben Tausender Philadelphier prägen.






