07 April 2026, 15:14

Portugal schließt überfülltes Gefängnis Linhó bis 2028 schrittweise

Langer Gang in einem alten Gefängnis mit Metallzaun oben, Türen auf beiden Seiten, Deckenlampen und einer Leiter im Hintergrund, die auf eine Gefängniszelle hindeutet.

Portugal schließt überfülltes Gefängnis Linhó bis 2028 schrittweise

Portugals Justizministerin Rita Alarcão Júdice hat die schrittweise Schließung des Gefängnisses Linhó (EPL) aufgrund anhaltender Überbelegung bekannt gegeben. Der Prozess beginnt 2027 mit der Stilllegung von Trakt E und soll bis 2028 abgeschlossen sein. Geplant ist die Verlegung der Häftlinge in modernisierte Einrichtungen im ganzen Land.

Aktuell beherbergt das EPL 1.017 Gefangene, davon 409 in Untersuchungshaft. Die Schließung war ursprünglich für 2023 vorgesehen, musste jedoch verschoben werden. Um den Übergang zu bewältigen, werden bis Ende 2028 in anderen Justizvollzugsanstalten 1.142 neue Plätze geschaffen.

In elf Gefängnissen laufen bereits Umbauarbeiten, um die Aufnahme der umzusiedelnden Häftlinge vorzubereiten. Die Finanzierung dieser Modernisierungen erfolgt aus dem Justizmodernisierungsfonds. Im Rahmen der Umstrukturierung wird die Einrichtung in Tires zu einem reinen Frauengefängnis, während das Jugendgefängnis in Leiria als bildungsspezifische Strafanstalt wiedereröffnet wird.

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Die Schließung des EPL erfolgt in mehreren Phasen; die endgültige Stilllegung ist für 2028 geplant. Die Regierung strebt an, die Überbelegung durch Umverteilung der Gefangenen und neue Nutzung bestehender Anlagen zu verringern. Das Justizministerium bestätigte, dass alle erforderlichen Mittel und strukturellen Anpassungen in die Wege geleitet sind.

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