Portugals Zentralbankchef prangert rechtswidriges Bankenkartell an
Der Gouverneur der Banco de Portugal hat "rechtswidriges Verhalten" im Rahmen eines Bankenkartells eingeräumt. In einer kürzlichen Stellungnahme kritisierte er scharf das Handeln der beteiligten Finanzinstitute und verwies zugleich auf tiefgreifende systemische Versäumnisse.
Während einer offiziellen Ansprache verurteilte der Gouverneur die aufgedeckten Praktiken des Bankenkartells auf das Schärfste. Das Verhalten bezeichnete er als inakzeptabel und als schwerwiegenden Vertrauensbruch der Öffentlichkeit in die Finanzinstitute.
Zudem wälzte er die Verantwortungslosigkeit auf rechtliche und gesetzgeberische Mängel ab. Seiner Ansicht nach sei die Verjährungsfrist aufgrund von Verzögerungen seitens der Justiz und der Politik abgelaufen. Dies habe, so seine Argumentation, eine angemessene Ahndung der Verantwortlichen verhindert.
Das Eingeständnis wirft ein Schlaglicht auf die seit Langem bestehenden Probleme bei der Bankenaufsicht in Portugal. Ohne Reformen des Rechtsrahmens oder beschleunigte gerichtliche Verfahren könnten ähnliche Fälle auch künftig straffrei bleiben. Die Äußerungen des Gouverneurs deuten auf eine tiefe Frustration über die Unfähigkeit des aktuellen Systems hin, Gerechtigkeit herbeizuführen.






