Protestwelle gegen Umgestaltung des Carbon Public Market in Cebu wächst
Mila VoigtProtestwelle gegen Umgestaltung des Carbon Public Market in Cebu wächst
Neue Kampagne gegen Umgestaltung des Carbon Public Market in Cebu
Eine neue Initiative formiert sich gegen die geplante Neugestaltung des Carbon Public Market in Cebu. Unter dem Namen "Bewegung zur Rettung des Carbon Public Market" haben sich Händler, Bauern und Verbrauchergruppen zusammengeschlossen, die sich gegen das aktuelle Joint-Venture-Abkommen (JVA) zwischen der Stadtverwaltung von Cebu und Cebu2World Development Inc. – einer Tochtergesellschaft der Megawide Construction Corp. – aussprechen. Die Gruppe befürchtet, dass das Abkommen Kleinunternehmer benachteiligen und die Kosten für Händler wie Käufer in die Höhe treiben könnte.
Offiziell gestartet wurde die Bewegung am 27. April 2026 mit einer Messe in der Basilika Minore del Santo Niño de Cebu. Im Anschluss zogen die Unterstützer in einem Demonstrationsmarsch zum Carbon Public Market und läuteten damit den Beginn ihrer Kampagne ein. Im Fokus stehen die Vertragsbedingungen des JVA, die nach Ansicht der Aktivisten dem privaten Investor zu viel Einfluss einräumen, während die Belange der kleinen Betriebe vernachlässigt werden.
Erwin Gok-ong, ehemaliger Präsident der Cebu Market Vendors Development Cooperative (CEMVEDCO), treibt die Forderung nach einer umfassenden Überprüfung des Abkommens voran. Er hinterfragt die Entscheidungsprozesse innerhalb des JVA und wirft der Vereinbarung vor, vor allem dem Entwickler zugutekommen – auf Kosten der langjährigen Marktteilnehmer. Zudem warnt die Gruppe vor steigenden Mietpreisen und strengeren Marktregeln, die viele kleinere Händler in die Existenzbedrohung treiben könnten, da sie sich die höheren Kosten nicht leisten können.
Über Cebu hinaus sucht das Bündnis den Schulterschluss mit Lieferanten und Verbrauchern im ganzen Land. Gok-ong betont, dass der Carbon Public Market ein zentraler Knotenpunkt sei, der Produzenten aus Baguio City, Bukidnon, Davao City, Bohol, Negros Island und anderen Regionen verbindet. In den kommenden Wochen plant die Kampagne, formelle Partnerschaften mit Bauern, Verbraucherschützern und lokalen Organisationen zu schließen, um den Widerstand zu verstärken.
Der Stadtrat von Cebu hat bereits damit begonnen, das JVA zu prüfen – ein Schritt, den die Bewegung begrüßt. Doch die Aktivisten fordern eine noch gründlichere Untersuchung, da die aktuellen Bedingungen ihrer Meinung nach die Lebensgrundlage derer nicht ausreichend schützen, die täglich auf den Markt angewiesen sind.
In den nächsten Schritten wird sich die "Bewegung zur Rettung des Carbon Public Market" darauf konzentrieren, das öffentliche Bewusstsein für das Thema zu schärfen, bevor sie ihre Kampagne ausweitet. Die Organisatoren wollen zusätzliche Unterstützung von Beteiligten außerhalb Cebus gewinnen, darunter Händler und Verbraucher aus Luzon und Mindanao. Ihr Ziel ist es, die Verantwortlichen unter Druck zu setzen, das JVA so zu überarbeiten, dass faire Bedingungen für kleine Händler und Käufer sichergestellt werden.






