Québecs Arbeitsminister zeigt Drohung an – nach Puppe mit seiner Ähnlichkeit enthauptet
Hannah RichterQuébecs Arbeitsminister zeigt Drohung an – nach Puppe mit seiner Ähnlichkeit enthauptet
Québecs Arbeitsminister Jean Boulet erstattet Anzeige wegen Drohung nach Enthauptung einer Puppe mit seiner Ähnlichkeit
Québecs Arbeitsminister Jean Boulet wird einen Vorfall während einer Demonstration bei der Polizei von Montreal anzeigen, nachdem eine Puppe, die ihm ähnelte, mit einer Guillotine enthauptet wurde. Ein Video, das sich rasant in den sozialen Medien verbreitete, zeigt eine Attrappe mit blonden Haaren und Brille, der der Kopf abgeschlagen wird. Boulet bezeichnete die Aktion als bedrohlich und hat rechtliche Schritte eingeleitet.
Der Vorfall ereignete sich bei einer jüngeren Protestkundgebung, bei der Demonstranten eine Guillotine nutzten, um eine Puppe zu enthaupten. Das Aussehen der Attrappe – blonde Haare und Brille – ließ viele an Boulet denken. Ein viral gegangener Clip des Moments sorgte online für große Aufmerksamkeit.
Vier große Gewerkschaftsverbände – CSD, CSN, CSQ und FTQ – distanzierten sich öffentlich von der Aktion. Sie verurteilten die gewalttätige Symbolik, selbst im Rahmen von Protesten. Unterdessen behauptete ein Vertreter der Gewerkschaft l’Alliance, die Puppe habe nicht Boulet darstellen sollen, sondern stehe vielmehr für ein Mitglied der allgemeinen Elite.
Die Polizei von Montreal bestätigte, den Fall zu untersuchen, gab jedoch keine weiteren Details zu den Ermittlungen oder möglichen Anklagen bekannt. Boulets Entscheidung, Anzeige zu erstatten, unterstreicht seinen Willen, was er als direkte Bedrohung ansieht, juristisch zu verfolgen.
Die polizeilichen Ermittlungen werden zeigen, ob es zu rechtlichen Konsequenzen kommt. Die Ablehnung der Guillotinen-Demonstration durch die Gewerkschaftsverbände macht die Spaltungen über Protestmethoden deutlich. Boulets Anzeige stellt sicher, dass der Vorfall unter amtlicher Beobachtung bleibt.






